Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Risiko für die Bahn?

Der Bahn droht angeblich das schlechteste Ergebnis der Unternehmensgeschichte. Eine interne RisikoAnalyse beziffere das mögliche Rekordminus in diesem Jahr mit 1,18 Milliarden Euro, berichtete das Wirtschaftsmagazin „Capital“. Sollten zusätzliche, „sehr wahrscheinliche Belastungen“ eintreten, sei demnach sogar ein operativer Verlust von 2,5 Milliarden Euro nicht ausgeschlossen. Bisher rechnet Bahn-Chef Hartmut Mehdorn für dieses Jahr offiziell mit einem operativen Verlust von rund 220 Millionen Euro. Die Bahn wollte den Bericht nicht kommentieren, verwies allerdings auf die jüngste Bilanzpressekonferenz. Da hatte sich der Konzern zurückhaltend optimistisch zur Ergebnisentwikclung geäußert. Auf Seiten der Gewerkschaften hieß es, man habe von einem entsprechenden Papier habe nichts gehört. Tsp

Grundig bekommt neuen Chef

Das bisherige Grundig-Vorstandsmitglied Werner Saalfrank ist neuer Chef des zahlungsunfähigen Elektronikherstellers. Der Aufsichtsrat habe ihn mit sofortiger Wirkung zum Vorstandssprecher ernannt. Saalfrank sagte, er wolle alles tun, um bei der drohenden Zerschlagung von Grundig möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Der bisherige Grundig-Vorstandschef Eberhard Braun hatte seinen Posten Ende Mai nach nur wenigen Wochen niedergelegt. dpa

Fairer Handel bricht ein

Die Konsumzurückhaltung der Deutschen und die wachsende Zahl der Billiganbieter machen dem fairen Handel zu schaffen. Zwar griffen inzwischen rund drei Millionen Kunden jährlich zu fair gehandelten Produkten wie Kaffee, Tee oder Schokolade, teilte die Initiative für gerechten Handel, Transfair, mit. Der Umsatz ging jedoch im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2001 von 56 auf 51 Millionen Euro zurück. Vor allem Kaffee geriet nach Angaben der Initiative unter den Druck der Dumpingangebote. epd

Weniger Fluggäste in Frankfurt

Die erhoffte Erholung des Flugreiseverkehrs nach Ende des Irak-Krieges ist zunächst ausgeblieben. Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen lagen im Mai mit rund 3,9 Millionen Reisenden um 5,3 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Als Gründe nannte die Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport die Lungenkrankheit Sars, Streiks des französischen Flughafenpersonals und die Konjunkturflaute in Deutschland. Dennoch sieht Fraport erste Anzeichen für eine baldige Trendumkehr. AP

Seat legt in Deutschland zu

Mit Preissenkungen und einer neuen Händlerstruktur hat die spanische VW-Tochter Seat der Flaute auf dem deutschen Automarkt getrotzt. In den ersten vier Monaten stiegen die Zulassungszahlen – im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – nach Unternehmensangaben um 9,4 Prozent auf 18 600 Autos (Marktanteil 1,73 Prozent). dpa

Samsung investiert

Der führende südkoreanische Elektrokonzern Samsung Electronics will in den nächsten sieben Jahren bis zu 20 Billionen Won (etwa 14,3 Milliarden Euro) in die Herstellung von Flachbildschirmen investieren. Der Bau neuer Produktionsanlagen in Asan in der Zentralregion des Landes soll Anfang des nächsten Monats beginnen, teilte das Unternehmen mit. Nach den Worten von Unternehmenschef Lee Sang Wan könnten durch den Ausbau der Produktion bis zum Jahr 2010 direkt oder indirekt etwa 10 000 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. dpa

EU kürzt spanische VW-Beihilfe

VW darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission für sein Werk im spanischen Arazuri 15 Millionen Euro staatliche Beihilfen erhalten. Die Kommission kürzte aber die von Spanien geplante Subvention von 62 auf 15 Millionen Euro. Die Hilfe sei nur teilweise notwendig, um die Investition nach Spanien zu holen, entschied die Brüsseler Behörde. dpa

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