Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Postbank zieht sich zurück

Die Postbank will ihre Dienstleistungen ab Juli in deutlich weniger Filialen der Deutschen Post anbieten als bisher. Wie das Kreditinstitut mitteilte, geht es um rund 1200 kleine und „kleinste“ Zweigstellen. Bisher sei die Postbank bundesweit in 12 700 Filialen vertreten. Vor allem ländliche Regionen sind betroffen, aber auch Großstädte wie Bonn. Ein Aufbau von zusätzlichen Geldautomaten zum Ausgleich sei nicht vorgesehen. Nicht betroffen seien dagegen die so genannten PostAgenturen. Den Rückzug aus kleineren Zweigstellen begründete die Bank damit, dass die Nutzung von Online- und Telefonbanking in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen habe. ddp

Milliardenaufträge für Airbus

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hängt mit neuen Milliardenaufträgen inmitten der schweren Luftfahrtkrise seinen größten Konkurrenten Boeing im Markt für Passagiermaschinen weiter ab. Nach der Order der arabischen Fluggesellschaft Emirates wollen nun die katarische Airline Qatar Airways und die südkoreanische Korean Air insgesamt bis zu 38 Airbus-Flieger bestellen. Airbus und Qatar Airways seien sich nach monatelangen Verhandlungen bei der Luftfahrtmesse von Le Bourget über den Kauf von 30 Passagiermaschinen handelseinig geworden, berichtete die katarische Zeitung „Al-Sharq“. dpa

Holsten-Absatz sinkt

Der Bierbranche steht nach Ansicht von Holsten-Chef Andreas Rost ein schwieriges Jahr bevor. Eine Verbesserung des Konsumverhaltens in Deutschland sei nicht zu erwarten. Von Januar bis Mai sei der Bierabsatz der Holsten-Gruppe in Deutschland im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Prozent auf 3,0 Millionen Hektoliter gesunken. Im Ausland sank der Wert um 4,4 Prozent auf 560 000 Hektoliter. Der Holsten-Gesamtabsatz – inklusive nicht-alkoholischer Getränke – ging um 11,6 Prozent auf 4,9 Millionen Hektoliter zurück. Die Preiserhöhung von 50 Cent je Bierkiste will Rost aber „nicht mit aller Gewalt“ durchsetzen. dpa

H&M steigert Gewinn

Der schwedische Textil-Konzern Hennes&Mauritz (H&M) hat im vergangenen Halbjahr vor allem dank einer positiven Entwicklung in den USA den Gewinn überraschend kräftig gesteigert. Wie die größte Bekleidungskette der Welt mitteilte, stieg der Vorsteuergewinn in den ersten sechs Monaten des am 1. Dezember begonnenen Geschäftsjahres um 28 Prozent auf 4,3 Milliarden Kronen (475 Millionen Euro). Beim Umsatz legte H&M im Jahresvergleich um neun Prozent auf 27 Milliarden Kronen (knapp drei Milliarden Euro) zu. Überraschend positiv war auch die Steigerung des Umsatzes in den USA um 42 Prozent. dpa

Oracle erhöht Angebot

Der US-Softwarekonzern Oracle Corp. hat seine Übernahmeofferte für den Konkurrenten Peoplesoft Inc. auf 6,3 Milliarden Dollar (5,4 Milliarden Euro) oder 19,50 Dollar je Aktie in bar erhöht. Oracle hatte zuvor ein feindliches Angebot von 5,1 Milliarden Dollar oder 16 Dollar je Peoplesoft-Aktie gemacht. Damit hat sich die Schlacht um Peoplesoft erheblich verschärft. Die neue Offerte stellt ein Aufgeld von 29 Prozent gegenüber dem Peoplesoft-Kurs vor dem ursprünglichen Angebot vom 6. Juni dar. Unterdessen kündigte der US-Bundesstaat Connecticut an, Peoplegegen Oracle vor Gericht zu ziehenhabe zugleich eine Klage gegen Peoplesoft, dessen Verwaltungsrat und die Softwarefirma J.D. Edwards eingereicht, hieß es. dpa

Fiat darf Toro verkaufen

Der krisengeschüttelte italienische Auto- und Industriekonzern Fiat darf nach einer Entscheidung der EU-Kommission die Toro-Versicherung an die Verlagsgruppe De Agostini verkaufen. Eine marktbeherrschende Stellung entstehe nicht, teilte die Kommission am Mittwoch nach einer einmonatigen Wettbewerbsprüfung mit. Fiat stößt Toro ab, um seine Autosparte zu stärken. Demnächst soll nach früheren Unternehmensangaben auch die Luftfahrtsparte Fiat-Avio verkauft werden.dpa

Alstom baut 5000 Jobs ab

Der hoch verschuldete französische Bahn- und Schiffsbaukonzern Alstom will fast 5000 Arbeitsplätze in Europa abbauen. Das Unternehmen nannte aber keine weiteren Details. Nach Gewerkschaftsangaben dürften allein in Frankreich bis zu 2000 Arbeitsplätze wegfallen. Die Restrukturierungsmaßnahmen sollen alle Alstom-Sparten betreffen. Nach einem Bericht der „ Welt“ wird Alstom überraschend seinen Deutschland-Chef auswechseln: Karl-Heinz Stupperich, solle bereits Ende Juni seinen Posten räumen. Nachfolger solle Klaus Linnebach werden.dpa

VW investiert in Spanien

Der Volkswagen-Konzern investiert bis 2006 in Spanien 1,254 Milliarden Euro in Werke der Tochter Seat. Ein großer Teil dieser Summe fließe in den Ausbau eines Design-Zentrums sowie Forschung und Entwicklung. Außerdem werde die Produktion modernisiert. Zuvor hatten der spanische Technologieminister Josep Piqué und VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder in Madrid den Bau eines neuen Seat-Modells von 2004 an angekündigt. Die neue Fahrzeug-Familie unter der internen Bezeichnung SE35X sei als Großraumlimousine konzipiert. Das erste Auto werde im Frühjahr oder Sommer vom Band gehen.dpa

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