Wirtschaft : Kurzmeldungen

-

AUS DEN UNTERNEHMEN

BASF plant Anleihe

Der Chemiekonzern BASF will mit der Emission einer Anleihe über eine Milliarde Euro die Struktur seiner Schulden umgestalten. Der genaue Emissionszeitpunkt sowie die Konditionen für die EuroBenchmark-Anleihe würden später bekannt gegeben, teilte BASF mit. Das Unternehmen nutze die aktuell günstigen Marktbedingungen und wolle eine Anleihe mit fixem Zinssatz (Kupon) begeben. Die Erlöse aus der Bondemission will der weltgrößte Chemiekonzern nach eigenen Angaben zur Senkung der kurzfristigen Verbindlichkeiten verwenden. Einzelheiten zur Anleihe wie die Laufzeit und die Höhe des Zinssatzes sollen am Tag der Emission bekannt gegeben werden. rtr

Jobabbau bei Swiss

Bei der Schweizer Luftfahrtgesellschaft Swiss steht ein massiver Jobabbau bevor. Entsprechende Beschlüsse seien am Montag vom Swiss-Verwaltungsrat gefasst worden, sagte Swiss-Sprecher Peter Marthaler am Montag Abend der „Tagesschau“ des Schweizer Fernsehens DRS. Noch am Abend sollten die Gewerkschaften informiert werden. Die Fluggesellschaft hat laut Marthaler genug Geld, um die nun beschlossenen Maßnahmen finanzieren zu können. Zu Details der erneuten Restrukturierung der Swiss äußerte er sich nicht. Diese sollen am Dienstagnachmittag veröffentlicht werden. Branchenexperten gehen vom Verlust von bis zu 3500 Arbeitsplätzen aus. AP

Fünf Bewerber bei Vivendi

An der Auktion für Unterhaltungssparten des französischen Mischkonzerns Vivendi Universal dürften sich bis Montag mindestens fünf Gruppen beteiligen, darunter die Liberty Media Group und General Electric, berichtet das „Wall Street Journal“. Die Zeitung nannte auch Metro-Goldwyn-Mayer als Interessenten sowie zwei Investorengruppen unter Führung des Öl-Milliardärs Marvin Davis und des früheren Seagram-Chefs Edgar Bronfman. Jr. Von ihnen werden Offerten für die Film- und TV- Vermögenswerte sowie die Universal Music Group erwartet. Ihre Angebote dürften in der Nähe von 15 Milliarden Dollar liegen. dpa

Fiat vor Stellenabbau?

Der italienische Fiat-Konzern will einem Pressebericht zufolge weltweit 12 000 Stellen streichen. Der überwiegende Teil soll dem neuen Sanierungsplan der Konzernführung zufolge in Italien wegfallen, berichtet das „Wall Street Journal“. Bei der US-Tochter CNH, die landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge baut, stünden 4000 Stellen auf der Streichliste. Weitere betroffene Auslandstöchter sind dem Bericht zufolge der Nutzfahrzeugbauer Iveco und der Fahrzeugelektronik-Hersteller Magneti Marelli. Der neue Sanierungsplan, der den größten privaten Arbeitgeber Italiens aus der Dauerkrise führen soll, wird am Donnerstag vorgestellt. AFP

RAG im Zeitplan

Der Chemie- und Bergbaukonzern RAG liegt nach eigenen Angaben mit seiner Neuausrichtung im Zeitplan. Man erwarte die Abgabe der Geschäftsbereiche Kunststoffe und Stromerzeugung/Gas angesichts des von zahlreichen Investoren bekundeten Erwerbsinteresses bis zum Jahresende 2004, berichtete die RAG AG am Montag. Für die Verkäufe seien renommierte Investmentbanken und Anwaltskanzleien als Berater beauftragt worden. RAG will sich auf Chemie, Bergbau und Immobilien konzentrieren.dpa

Beate Uhse will expandieren

Der Erotikkonzern Beate Uhse will seine Sexartikel auf der ganzen Welt anbieten. „Mit seiner Kompetenz und seiner auf Expansion ausgerichteten Strategie ist das Unternehmen auf dem besten Weg, dieses Ziel zu realisieren“, sagte Vorstandssprecher Otto Christian Lindemann bei der Hauptversammlung. Die Marke Beate Uhse, die mehr als 90 Prozent der Deutschen kennen, sei der wertvollste Bestandteil der Unternehmens. Trotz der Flaute im Einzelhandel will der Konzern in diesem Jahr den Umsatz um sieben Prozent auf 260 Millionen Euro steigern. Der Gewinn vor Steuern (EBT) soll um zehn Prozent auf 18,8 Millionen Euro klettern. dpa

Einigung bei Tchibo

Nach jahrelangem Streit könnte nach einem Bericht der Online-Ausgabe des „manager-magzins“ beim Hamburger Tchibo- Konzern Ruhe einkehren. Die Familie wolle Günter Herz auszahlen, den ältesten Sohn des Firmengründers Max Herz und langjährigen Tchibo- Chef, meldete das Magazin am Montag. An den technischen Details der Einigung werde noch gearbeitet. Möglicherweise werde bereits am 1. Juli darüber entschieden. Eine wichtige Rolle bei der überraschenden Einigung des zerstrittenen Clans soll Mutter Ingeborg Herz gespielt haben. dpa

Biogen fusioniert mit IDEC

Die beiden großen US-Biotechnologie- Unternehmen IDEC Pharmaceutical Corp. und Biogen Inc. fusionieren im Rahmen eines Aktientauschs. Es entsteht ein Biotechnologie- Unternehmen mit einem Umsatz von 1,55 Milliarden Dollar (1,3 Milliarden Euro), mehr als 1,5 Milliarden Dollar an liquiden Mitteln und mehr als 3700 Mitarbeitern, teilten die Unternehmen mit. Die Biogen-Aktionäre sollen 1,15 IDEC-Aktie je eigenem Anteil erhalten. Die zusammengeschlossene Gesellschaft wird als Biogen IDEC Inc. firmieren. Die Aktionäre beider Firmen sowie die zuständigen Aufsichtsbehörden müssen noch ihre Zustimmung geben.dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben