Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Spar macht Verlust

Die SparGruppe hat im vergangenen Jahr einen Fehlbetrag von 379,4 Millionen Euro verbucht. Wie das Handelsunternehmen berichtete, wird im Zuge der angestrebten Umstrukturierung der Vorstand verkleinert. Vertriebsvorstand Olaf Herrschel scheide mit Wirkung vom 10. Juli aus der Gesellschaft aus. Eine Dividende für das Geschäftsjahr 2002 wird nicht ausgeschüttet. Nach eigenen Angaben senkte die Spar- Gruppe trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ihren operativen Verlust im Geschäftsjahr 2002 um 13,5 Millionen Euro auf minus 153,8 Millionen Euro. Der Umsatz sank um 1,8 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro. AP

Quelle baut Autohandel aus

Das Versandhaus Quelle will den Internet- Handel mit Autos weiter ausbauen. Ab sofort werde es beim Kauf eines Wagens auch einen Gebrauchtwagen-Ankaufservice geben, sag- te Technik-Vorstand Michael Badke. Außerdem solle das Sortiment rasch erweitert werden. „Wir meinen es ernst. Wir wollen eine größere Nummer im deutschen Autohandel werden“, sagte Badke. Quelle hatte den Autoverkauf gemeinsam mit dem Partner Carplus vor einem Monat gestartet. „Die ersten Erfahrungen zeigen, dass wir an den Themen Gebrauchtwagenankauf, Finanzierung und Sortiment arbeiten müssen.“ Es handelt sich um Import-Autos aus dem EU- Ausland oder um Wagen mit Tageszulassung in Deutschland. Die Rabatte betragen gegenüber dem Listenpreis bis zu 22 Prozent.dpa

Pechiney wehrt sich

Der französische Aluminiumproduzent Pechiney hat ein feindliches Übernahmeangebot seines kanadischen Konkurrenten Alcan als unzureichend zurückgewiesen. Der Vorstand erklärte, die 3,4-Milliarden-Euro-Offerte spiegele den Wert des Unternehmens nicht wider. Zudem gebe es erhebliche Unsicherheiten, ob ein Zusammenschluss von der EU-Kartellbehörde genehmigt werde. Vor drei Jahren war eine Fusion zwischen Alcan, Pechiney und Alusuisse-Lonza wegen Auflagen der EU-Kommission gescheitert. Lediglich das kanadische und das Schweizer Unternehmen schlossen sich zusammen. AP

Arag plant Stellenabbau

Der Versicherungskonzern Arag baut in Deutschland jeden achten Arbeitsplatz ab. Bis Ende 2005 sollen von bundesweit 3200 etwa 400 Stellen gestrichen werden, kündigte das Familienunternehmen an. Der Versicherer wolle sich schlanker aufstellen und Kosten reduzieren. Ab 2005 sollen jährliche Einsparungen von 50 Millionen Euro greifen. „Die Versicherungswirtschaft befindet sich in der tiefsten Krise der letzten 50 Jahre“, sagte Vorstandschef Paul-Otto Faßbender. Eine nachhaltige Besserung der Situation sei in diesem Jahr nicht zu erwarten. 2002 steigerte der Konzern seine Beitragseinnahmen um 3,1 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro. dpa

Pfleiderer kürzt Arbeitsplätze

Mit dem Abbau von 350 Stellen reagiert Pfleiderer als Deutschlands größter Hersteller von beschichteten Spanplatten auf die Krise in der Möbelindustrie. Bei sinkender Nachfrage seien die Preise für Arbeitsplatten binnen Jahresfrist um mehr als zehn Prozent zurückgegangen, sagte Pfleiderer-Geschäftsführer Hans Overdiek am Mittwoch in Arnsberg. Mit insgesamt 200 Stellen sind die nordrhein-westfälischen Standorte besonders betroffen. Den zehnprozentigen Personalabbau im Bereich Holzwerkstoffe hatte die Pfleiderer AG bereits angekündigt. dpa

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