Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Heideldruck mit roten Zahlen

Der weltgrößte Druckmaschinenhersteller Heidelberger Druck schreibt weiter rote Zahlen und rechnet nicht mit einer baldigen Besserung. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2003/04 schrumpfte der Konzernumsatz im Jahresvergleich um gut 22 Prozent auf 720 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis lag mit einem Verlust von 59 Millionen Euro um 80 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert (21 Millionen Euro Gewinn). Erst im Geschäftsjahr 2004/05 will das Unternehmen wieder Gewinn machen. dpa

Merck leidet unter EuroStärke

Der Darmstädter Pharmakonzern Merck rechnet trotz erheblicher Belastungen auf Grund der Euro-Stärke mit einem „erfolgreichen Geschäftsjahr“ 2003. Im zweiten Quartal konnte der Gewinn vor Steuern um fast 40 Prozent auf 147,8 Millionen Euro gesteigert werden. Auch der Überschuss fiel mit 83,7 Millionen Euro 36 Prozent höher aus als vor einem Jahr. Der Umsatz schwächte sich wegen des starken Euro allerdings um 3,5Prozent auf 1,8 Milliarden Euro ab. dpa

Shell legt kräftig zu

Der niederländisch-britische Ölkonzern Royal Dutch/Shell hat seinen Gewinn gesteigert, obwohl der Ölpreis seit dem Ende des Irak-Kriegs gefallen ist. Der bereinigte Gewinn im zweiten Quartal (bis Ende Juni) stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte auf 3,34 Milliarden Dollar. Das war mehr als von Analysten erwartet. Shell profitierte unter anderem vom weiterhin hohen Gaspreis in den USA. dpa

Telegate mit Nettogewinn

Nach einer massiven Restrukturierung hat die zweitgrößte deutsche Telefonauskunftsfirma Telegate im zweiten Quartal 2003 erstmals seit rund drei Jahren unter dem Strich einen Gewinn erzielt. Im Zeitraum April bis Juni fiel ein Überschuss von 1,4 Millionen Euro an, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 3,4 Millionen Euro verbucht wurde. Neben einem Umsatzplus zahlten sich insbesondere Einsparungen sowie ein effizienteres Marketing aus. rtr

Hornblower Fischer vor Pleite

Das Frankfurter Wertpapierhandelshaus Hornblower Fischer AG steht vor der Pleite. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) stellte beim Amtsgericht Frankfurt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Das Institut gehört zu knapp 76 Prozent der Holding des gescheiterten Internet-Unternehmers Alexander Falk, der wegen Betrugsverdachts in Untersuchungshaft sitzt. Die Bank hat 5000 private und 250 institutionelle Kunden. dpa

Microsoft stellt ein

Der US-Software-Riese Microsoft will bis Mitte kommenden Jahres weltweit 4000 bis 5000 neue Mitarbeiter einstellen. 3000 bis 3500 der neuen Arbeitsplätze sollen in den USA entstehen, wie das Unternehmen am Donnerstag in Redmond im US-Bundesstaat Washington mitteilte. Für das am 1. Juli beginnende Geschäftsjahr 2003/2004 will der Weltmarktführer überdies seine Ausgaben für Forschung und Entwicklung um acht Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar erhöhen. AFP

Whirlpool steigt bei Alno ein

Der weltgrößte Elektrogerätehersteller Whirlpool steigt mit zehn Prozent beim defizitären Küchenbauer Alno ein. Zudem wird Whirlpool künftig Haushaltsgeräte seiner deutschen Marke Bauknecht für die Einbauküchen von Alno und deren künftiger Tochter Casawell liefern. Die Schwaben übernehmen zu 100 Prozent Casawell von Whirlpool. Der US-Konzern Whirlpool hat im zweiten Quartal dieses Jahres seinen Gewinn mit Hilfe von Kostenkontrollen und neuen Produkten um 49,2 Prozent erhöht. dpa

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