Wirtschaft : Kurzmeldungen

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IMPLANTIEREN

In der Medizin setzt man Silikon vor allem aus einem Grund ein: Das Material ist flexibel – einmal eingepflanzt passt es seine Form dem Körper an. Dabei werden Silikonkissen nicht nur als Brustimplantate bei Schönheitsoperationen verwendet, sondern auch, um entstellten Unfallopfern zu helfen. So gibt es zum Beispiel Ohrmuscheln aus Silikon. Aber auch Herzklappen, Pumpen und ganze Kunstherzen sind aus Silikon gemacht. Hüftgelenke gibt es ebenfalls aus dem Stoff. Da das Material durch seine Elastizität kaum Reizungen verursacht, bestehen auch die meisten Kanülen, Katheter oder medizinischen Schläuche aus Silikon. Künstliche Haut zur Behandlung nach Verbrennungen wird ebenfalls aus Silikon gewonnen. Der Vorteil: Das Material ist gasdurchlässig – die KunststoffHaut kann also atmen. Norbert Auner von der Universität Frankfurt (Main) hält sogar eine Silikon-basierte Empfängnisverhütung für möglich: Als Pfropfen in den Eileiter implantiert garantiere der Stoff dauerhaften Schutz. Bei Kinderwunsch könne das Silikon problemlos wieder entfernt werden. anw/Foto: dpa

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