Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Kein Streik bei Koenig&Bauer

Im vom Schließung bedrohten Berliner Werk des Druckmaschinen Herstellers Koenig & Bauer (KBA) ist ein Streik vorerst abgewendet. Stattdessen soll am kommenden Mittwoch wieder über einen Erhalt der Arbeitsplätze verhandelt werden, teilte die Gewerkschaft IG Metall mit. Das weltweit drittgrößte Unternehmen der Branche hatte am Dienstag erklärt, den bundesweit geplanten Personalabbau mit Sozialplänen und einem Interessensausgleich abzufedern. In Berlin werden 114 Mitarbeitern beschäftigt. dpa

Ryanair startet Preiskampf

Ryanair läutet eine neue Runde im Preiskampf der Billigflieger ein. Bis kommenden Freitag sind Flüge in Europa bis zum 17. Dezember zu garantierten Festpreisen zwischen zehn und 65 Euro inklusive Steuern und Abgaben zu buchen. Die Preise gelten nach Unternehmensangaben für alle Plätze eines Flugs. Der irische Billigflieger meldete weiter, die Passagierzahl sei im September im Vergleich zum Vorjahresmonat um 49 Prozent auf 2,02 Millionen gestiegen – auch durch die Übernahme von Buzz. Von Deutschland aus sollen im laufenden Geschäftsjahr auf 25 Strecken 4,5 Millionen Passagiere befördert werden. AP

Großauftrag für HDW

Die Werft HDW hat mit dem Zuschlag für den Bau von vier Containerschiffen die Zukunft ihrer Beschäftigten vorerst gesichert. Die Schiffe für die Hamburger Reederei MPC Steamship sollen von Januar an in Kiel für gut 130 Millionen Euro gebaut werden und bis Ende 2005 fertig sein.Voraussetzung für den Zuschlag waren laut HDW neben der Unterstützung des Landes Schleswig-Holstein vor allem die Zugeständnisse der Arbeitnehmer. Das Weihnachts- und Urlaubsgeld wird für drei Jahre auf einem einheitlichen Sockelbetrag von jeweils 1100 beziehungsweise 1150 Euro eingefroren. Zudem wird jeder Mitarbeiter 276 Stunden unbezahlte Mehrarbeit leisten. Auch für das Management wird es finanzielle Einbußen geben. dpa

Connex stellt Verbindung ein

Das private Bahnunternehmen Connex stellt erstmals eine Verbindung im Fernverkehr ein. Am 27. Oktober würden zum letzten Mal Züge auf der Linie von Neuss über Köln und Berlin nach Rostock verkehren, teilte das Unternehmen mit. Connex begründete die Entscheidung mit einer unzureichenden Auslastung. Diese sei im Westen deutlich schlechter als im Osten gewesen. Die auf der Strecke eingesetzten Züge sollen künftig für die Verbindung von Hamburg über Flensburg ins dänische Padborg genutzt werden. Die weiteren Fernverkehrs-Linien Gera-Berlin-Rostock und Zittau-Berlin-Stralsund bleiben bestehen. AFP

Ahold verliert 1,2 Milliarden

Der niederländische Einzelhandelskonzern Ahold hat für 2002 wegen Sonderabschreibungen nach einem Bilanzskandal einen Verlust von 1,208 Milliarden Euro ausgewiesen. Der Umsatz betrug 62,7 Milliarden Euro. Auf seine US-Lebensmittelsparte U.S. Foodservice, bei der in einer internen Buchprüfung Fehlbuchungen in Millionenhöhe festgestellt worden waren, nahm Ahold eine Firmenwert-Abschreibung von 2,7 Milliarden Euro vor. Anfang des Jahres waren Falschbuchungen bei dem US-Unternehmen bekannt geworden. Ahold hatte daraufhin die Bekanntgabe der Jahresergebnisse für 2002 wiederholt verschoben. dpa

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