Wirtschaft : Kurzmeldungen

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LEXIKON

Wechselkurs

Der Wechselkurs ist der Preis der heimischen Währungseinheit, etwa des Euro, ausgedrückt in einer Einheit einer ausländischen Währung, etwa dem USDollar. Die Wechselkurse werden durch Angebot und Nachfrage auf den Devisenmärkten bestimmt. Beeinflusst wird der Kurs von Faktoren wie Inflation, Zinsniveau und der Erwartung der Marktteilnehmer an die wirtschaftliche Entwicklung im jeweiligen Land. fth

Referenzkurs

Börsentäglich legt die Europäische Zentralbank den Referenzkurs des Euro zu 28 anderen Währungen fest. Er dient als Orientierung für Unternehmen oder Behörden: Sie benötigen einen einheitlichen Tageskurs für ihre Umrechnungen – doch an den Märkten schwankt der Euro ständig. Auf die Referenzkurse verständigen sich 20 Währungsexperten nationaler Zentralbanken. fth

Leistungsbilanz

Täglich werden über Grenzen hinweg Waren und Dienstleistungen gehandelt. Der Saldo dieser Einzelposten ist die Leistungsbilanz. Sie drückt aus, ob das Vermögen eines Landes während eines Jahres durch Transaktionen geschrumpft oder gewachsen ist. Dieser Leistungsbilanz steht die Kapitalbilanz gegenüber – also der Saldo von Kapitalzu- und -abflüssen, etwa durch den Handel von Aktien oder durch Auslandsinvestitionen. Im Normalfall sollten sich Leistungs- und Kapitalbilanz ausgleichen, unterm Strich also null ergeben. Bei den USA ist dies zwar der Fall – aber nur, weil jeden Tag zwei Milliarden Dollar Anlagekapital nach Amerika fließen. Versiegt dieser Strom, kann es zu Turbulenzen auf den Finanzmärkten kommen. brö

Hedging

International tätige Konzerne müssen sich gegen Währungsschwankungen absichern – Kursschwankungen könnten ihnen sonst die Bilanz verhageln. Sie tun das mit Finanzprodukten, die ihnen ein bestimmtes Kursniveau quasi garantieren. Das nennt man Hedging. Diese Versicherungen kosten Geld: Je länger die Laufzeit, desto teurer werden sie. Die meisten Unternehmen sind etwa ein halbes Jahr im voraus abgesichert – dieses Instrument nutzen aber meist nur Konzerne. brö

Devisenmarkt-Intervention

Eine Notenbank kann den Kurs ihrer Währung beeinflussen, wenn ihr dieser zu hoch oder zu niedrig erscheint. Das kann sie entweder tun, indem sie die Zinsen senkt oder indem sie mit Währungen handelt. Will sie etwa ihre eigene stützen, kauft sie diese an und gibt dafür aus ihren Reserven Devisen anderer Währungen in den Markt. Dies funktioniert aber nur, solange sie noch genug Geld im Depot hat. Erscheint der Notenbank die eigene Währung zu teuer, kann sie fremde Devisen ankaufen. Im Vergleich zum Volumen des internationalen Devisenhandels sind die Einflussmöglichkeiten der Notenbanken jedoch sehr begrenzt. fth

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