Wirtschaft : Kurzmeldungen

-

AUS DEN UNTERNEHMEN

Versicherer getrennt

Die beiden größten deutschen Versicherungskonzerne haben ihre enge Verflechtung formell beendet. Wie Allianz und Münchener Rückversicherung mitteilten, hoben sie den seit 1921 bestehenden Rahmenvertrag über „Grundsätze der Zusammenarbeit“ auf, nachdem sie ihre gegenseitigen Beteiligungen von 25 auf unter 15 Prozent gesenkt hatten. Die Münchener Rück hält knapp 15 Prozent an der Allianz, die Allianz nach der bevorstehenden Kapitalerhöhung noch 12,5 Prozent an der Münchener Rück. AP

Web.de im Aufwind

Der InternetDienstleister Web.de hat im dritten Quartal 2003 bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Der Umsatz erhöhte sich von 5,9 auf 8,3 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie (EPS) von minus 19 Cent auf 0 Cent. Im dritten Quartal wurde ein Überschuss von 100 000 Euro erwirtschaftet – nach einem Verlust von 6,9 Millionen Euro im Vorjahr. Für das saisonal stärkste vierte Quartal 2003 bestätigte das Unternehmen seine Prognosen. dpa

Nestlé leidet unter der Hitze

Der weltgrößte Nahrunsgmittelkonzern Nestlé hat in den ersten drei Quartalen unter der Hitze und dem starken Franken gelitten. Der Umsatz schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 Prozent auf 64,6 Milliarden Franken (41,6 Milliarden Euro). Die Preise wurden um 3,1 Prozent erhöht. Besonders zulegen konnte das Mineralwasser-Geschäft. Die gesamte Getränkesparte legte ohne Preiserhöhungen um 5,7 Prozent auf 17,5 Milliarden Franken zu. Noch stärker wuchs nur die Pharma-Sparte. AP

Drogeriemarkt-Kette legt zu

Die Drogeriemarkt-Kette dm steigerte im Geschäftsjahr 2002/03 (30. September) ihren Umsatz um 9,8 Prozent auf 2,86 Milliarden Euro. Das Filialnetz wuchs auf 1503 Märkte in acht europäischen Ländern. Auch 2004 sollen in Europa mehr als 80 neue Filialen entstehen, darunter die erste in Belgrad. Nach Schlecker ist dm die zweitgrößte deutsche Drogeriemarkt-Kette. Sie beschäftigt mehr als 20500 Mitarbeiter; in Deutschland sind es 12750. dpa

Decaux stockt Wall-Anteil auf

Der weltgrößte Stadtmöblierer JC Decaux hat seinen Anteil am deutschen Konkurrenten, der Berliner Wall AG, aufgestockt. Der französische Konzern übernahm dazu weitere 20 Prozent an Wall, die bislang das britische Medienunternehmen Clear Channel besaß. Damit halten die Franzosen nun 35 Prozent. Die Mehrheit von 65 Prozent bleibt im Besitz der Familie Wall. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. dpa

Readymix-Kauf geplatzt

Der Übernahme des Konkurrenten Readymix durch den führenden deutschen Zementhersteller Heidelberg Cement ist geplatzt. In den Beratungen mit der EU-Kommission und dem Kartellamt sei deutlich geworden, dass das Vorhaben nicht umzusetzen sei. Als Gründe wurden gesetzliche Vorgaben sowie ein nicht akzeptabler Zeitrahmen für die britische Readymix-Konzernmutter RMC genannt. dpa

Goodyear mit Bilanzfehlern

Der weltgrößte Reifenhersteller Goodyear ändert seine Geschäftsergebnisse rückwirkend bis 1998. Der Gewinn wird in dem Zeitraum um bis zu 100 Millionen Dollar (86 Millionen Euro) reduziert. Die Finanzergebnisse der Jahre 1998 bis 2002 und des ersten und zweiten Quartals dieses Jahres werden geändert. Goodyear führte dies auf die Einführung eines Planungsbuchungs-Systems im Jahr 1999 und auf Fehler seines innerbetrieblichen Rechnungssystems zurück. dpa

Software AG peilt Gewinn an

Die Darmstädter Software AG will bis Ende des Jahres trotz sinkender Umsätze die Gewinnzone erreichen. Dies soll das bereits vorgestellte Sparpaket garantieren, das unter anderem den Abbau von etwa zehn Prozent der ehemals 3100 Stellen vorsieht. Im dritten Quartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozent auf 99,5 Millionen Euro zurück. Der Gewinn fiel um 30 Prozent auf 3,9 Millionen Euro. dpa

Rote Zahlen bei Peoplesoft

Die US-Softwarefirma Peoplesoft ist im dritten Quartal 2003 im Jahresvergleich operativ in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 7,3 Millionen Dollar (6,2 Millionen Euro) – im Vorjahreszeitraum hatte der Gewinn noch bei 44,6 Millionen Dollar gelegen. Der SAP-Konkurrent aus Pleasanton (Kalifornien) begründete dies mit den Kosten einer Übernahme. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben