Wirtschaft : Kurzmeldungen

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AUS DEN UNTERNEHMEN

Nettoverlust bei Rheinmetall

Der Mischkonzern Rheinmetall hat in den ersten neun Monaten des Jahres seinen Vorsteuergewinn von sechs auf 24 Millionen Euro gesteigert. Durch einen höheren Steueraufwand verbuchte das Unternehmen jedoch einen Verlust von zwei Millionen Euro. Der Umsatz war mit 3,1 Millionen Euro leicht rückläufig. Für das Gesamtjahr bekräftigte der Konzern seine Prognose, das operative Ergebnis leicht zu steigern. dpa

O2 startet UMTS im März

Der Mobilfunkanbieter O2 hat in Deutschland im ersten Halbjahr einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 51 Millionen Euro aufgewiesen. Das Ergebnis wurde mit hohen Abschreibungen im Zusammenhang mit der Einführung von UMTS begründet. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbuchte O2 einen Anstieg des Gewinns von 1,7 Millionen Euro auf 155 Millionen Euro. O2 wird im März 2004 erste UMTS-Dienste anbieten. Mit einer Breitenwirkung sei im zweiten Halbjahr zu rechnen, hieß es. dpa

Bayer trennt sich erneut

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer wird sich einem Bericht der Tageszeitung „Die Welt“ zufolge von Teilen seiner Pharma-Forschung trennen. Mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline führe das Unternehmen seit mehreren Monaten Verhandlungen, die jetzt kurz vor dem Abschluss stünden. Ziel sei unter anderem ein Tausch, mit dem Bayer sein Geschäft mit verschreibungsfreien Medikamenten und GlaxoSmithKline seine klassische Arzneimittel-Forschung stärke, zitiert die Zeitung Londoner Finanzkreise. dpa

Teles expandiert in Berlin

Der IT-Dienstleister Teles AG nimmt mit seiner Tochter Strato noch in diesem Jahr ein großes Rechenzentrum in Berlin in Betrieb. Zusätzlich zu ihrem bisherigen Karlsruher Rechenzentrum werde Strato in Berlin künftig mehr als 20000 Rechner installieren, auf denen die Internetseiten von rund 300000 mittelständischen Unternehmen verwaltet werden. „Es gab einen handfesten Standortwettbewerb, aber wir haben uns für Berlin entschieden“, sagte Teles-Chef Sigram Schindler dem Tagesspiegel. mot

Merck investiert nicht in Jena

Der Pharmakonzern Merck hat eine Großinvestition für die Produktion von Krebsmedikamenten in Jena auf Eis gelegt. In das Werk mit 280 Arbeitsplätzen sollten rund 300 Millionen Euro investiert werden. Die Europäische Union hatte bereits staatliche Finanzspritzen von 78 Millionen Euro genehmigt. Die Wirkstoffe, die hergestellt werden sollten, könnten über andere Unternehmen bezogen werden, teilte Merck am Montag in Darmstadt mit. Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) bedauerte die Entscheidung. Merck bevorzuge flexiblere Lösungen mit Lieferanten. dpa

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