Wirtschaft : Kurzmeldungen

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Zu den typischen OutsourcingProjekten gehört die Vergabe von Dienstleistungen rund um die Wartung von Gebäuden an Fremdfirmen. Hier ist das Einsparpotenzial besonders groß, weil Immobilien hohe Fixkosten verursachen und viel Kapital binden. Nach einer Studie der Deutschen Industriebank (IKB) lassen sich durch Outsourcing bei der Bewirtschaftung von Gebäuden zwischen zehn und 20 Prozent der Kosten einsparen.

Was einmal mit Putzkolonnen begann, ist heute ein hoch komplexes Dienstleistungsangebot, das neben Reinigungs-, Sicherheits- und Catering-Diensten auch die kaufmännische Verwaltung und das technische Management wie die Wartung von Licht- und Klimaanlagen umfasst. Allerdings decken bisher nur wenige Unternehmen das gesamte Spektrum ab und können einen Service aus einer Hand anbieten. Dazu gehört die Berliner Dussmann-Gruppe, die sich heute als „Multidienstleister“ bezeichnet. Den größten Auftrag der Firmengeschichte zog Dussmann im Dezember beim Chiphersteller Infineon an Land. Die Münchener übertragen das gesamte Gebäudemanagement aller europäischen Standorte an Dussmann und zwei weitere Spezialfirmen. Damit wird auch die Zahl der Vertragspartner für Infineon von 180 auf drei Generalunternehmer reduziert. Das Auftragsvolumen für fünf Jahre Vertragslaufzeit beträgt rund 145 Millionen Euro. Der Markt für den im Fachjargon „Facility Management“ genannten Service ist heiß umkämpft. Ehemalige Gebäudereiniger wie Dussmann oder Gegenbauer Bosse treffen auf Firmen aus der Baubranche, die wegen der Krise Dienstleistungen als neuen Markt entdeckt haben. So hat Hochtief vor wenigen Wochen das gesamte Gebäudemanagement von Siemens übernommen. Beobachter sehen die Marktentwicklung weiter optimistisch. Nach Schätzung der IKB wird das Marktvolumen in Deutschland von derzeit 30 Milliarden Euro wegen des Kostendrucks weiter steigen. msh

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