Wirtschaft : Länder fordern besseren Schutz für Anleger

Berlin - Die Bundesländer fordern mehr Schutz der Kunden bei der Anlageberatung. Der Bundesrat stimmte am Freitag dafür, dass die Banken bei dem geplanten „Beipackzettel“ zu Geldanlagen einheitliche Antwortmöglichkeiten verwenden sollen. Außerdem müsse es für den kaum regulierten „grauen Kapitalmarkt“ klare Haftungsregeln geben. Wenn ein Berater gegen die Vorgaben zum neuen Beratungsprotokoll verstößt, soll nach dem Willen der Länder künftig das Geldinstitut die Beweislast tragen, wenn ein Kunde Schadenersatz fordert.

Das Kabinett hatte im September beschlossen, dass die Banken und Sparkassen den Kunden künftig einen Beipackzettel zu jedem Anlageprodukt mitgeben müssen. Die Institute konnten sich zuvor nicht darauf einigen. In dem Beipackzettel sollen Risiken, Erträge und Kosten der Produkte kurz und verständlich beschrieben werden. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben