Wirtschaft : Länder weichen Ladenschluss während WM auf

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Hamburg - Zur Fußball-Weltmeisterschaft planen zehn der 16 Bundesländer, die Ladenöffnungszeiten zu lockern. Dies ergab eine dpa-Umfrage bei den Landesregierungen. Einige wollen Ausnahmeregelungen in Anspruch nehmen. Andere setzen darauf, dass die Länder noch vor Beginn der WM am 9. Juni die Zuständigkeit für den Ladenschluss vom Bund erhalten. Dies soll im Zuge der Föderalismusreform geschehen, die Bundestag und Bundesrat bis Mitte des Jahres verabschieden wollen.

In Berlin sind während der WM Sonderbestimmungen in Kraft. Die Läden in der Hauptstadt dürfen werktags von sechs bis 24 Uhr öffnen und sonntags von 14 bis 20 Uhr. In Hessen sollen die Geschäfte von Montag bis Samstag sogar rund um die Uhr ihre Waren verkaufen dürfen. Auch in Nordrhein-Westfalen sollen die Geschäfte an Werktagen rund um die Uhr öffnen dürfen. An Sonn- und Feiertagen, an denen WM-Spiele angesetzt sind, können die Läden außerdem von 14 bis 20 Uhr ihre Produkte anbieten.

In Brandenburg hatte sich der Landtag Mitte Dezember für erweiterte Öffnungszeiten während der WM ausgesprochen. „In den nächsten Wochen werden sich alle Partner – Land, Kreise, Gewerkschaften, Handel, Kirchen – an einen Tisch setzen, um die praktische Umsetzung zu diskutieren“, sagte eine Sprecherin des Arbeitsministeriums in Potsdam.

Das bisher gültige Ladenschlussgesetz erlaubt nur werktags eine Öffnung von sechs bis 20 Uhr. dpa

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