Wirtschaft : Landegebühren eingefroren

FRANKFURT(MAIN) (AP).Unter starkem Konkurrenzdruck hat sich der größte deutsche Flughafen, der Rhein-Main-Airport in Frankfurt (Main), gegenüber den Luftverkehrsgesellschaften bereiterklärt, die Landegebühren bis zum Jahr 2000 einzufrieren.Damit setze die Flughafen AG (FAG) ein wichtiges Zeichen, denn bisher sei "die alljährliche Anhebung der Landeentgelte an deutschen Flughäfen die Regel", lobte am Montag die Vertretung der Luftverkehrsgesellschaften in Deutschland bei der Bekanntgabe der Vereinbarung.

Die Landeentgelte machen den überwiegenden Teil der Flughafengebühren aus, die ein Drittel zum Umsatz der FAG beitragen.1997 betrug der Umsatz 2,4 Mrd.DM, davon waren 750 Mill.DM Flughafengebühren, wie FAG-Sprecher Klaus Busch mitteilte.Pro Landung eines Verkehrs- oder Frachtflugzeugs werden einige tausend Mark Gebühren fällig; dabei gibt es zahllose Staffelungen und Berechnungsarten, bei denen Maschinentyp, Bestimmungsort, Passagierzahlen und Beladung eine Rolle spielen."Wir hoffen, daß das Beispiel der FAG Schule macht", erklärte Jörgen Möllegaard, der Vorsitzende der Interessenvertretung der Fluglinien, die sich "Barig" abkürzt.Das gestiegene Kostenbewußtsein des Frankfurter Flughafens trage dazu bei, den Verlust von Marktanteilen "im Wettbewerb unter den Großflughäfen im offenen europäischen Luftverkehrsmarkt zu vermeiden".

FAG-Chef Wilhelm Bender erklärte, die - vom Bund, dem Land Hessen und der Stadt getragene - Flughafengesellschaft unterstreiche mit der Vereinbarung ihre Wettbewerbsfähigkeit und ihr Bemühen, Kosteneinsparungen an ihre Kunden, die Fluglinien, weiterzugeben.Der Flughafen werde seinen Service weiter verbessern und weitere Kostensenkungsmöglichkeiten ausschöpfen.Busch bezeichnete die europäischen Großflughäfen wie Amsterdam, London und Paris, als die bedeutendsten Konkurrenten.Innerdeutsch habe Frankfurt keine unmittelbaren Rivalen.

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