• Landesbanken und Sparkassen: Das Münchner Modell: Die Landesbank wird einer Finanzholding AG untergeordnet

Wirtschaft : Landesbanken und Sparkassen: Das Münchner Modell: Die Landesbank wird einer Finanzholding AG untergeordnet

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Die Bayerische Landesbank soll künftig unter dem Dach einer Landesbank Finanzholding AG arbeiten. Das sieht das so genannte Bayern-Modell vor. Hinter der Finanzholding AG stehen zu gleichen Teilen der Sparkassenverband Bayern und der Freistaat. Die seitens der EU beanstandete Beihilfe per Anstaltslast und Gewährträgerhaftung soll binnen einer Übergangsfrist abgeschafft werden. In Bayern wäre man mit sechs Jahren Schonfrist einverstanden.

Rechtlich fungiert die Holding, die keine Bank ist, als alleiniger beliehener Anstaltsträger für die eigentliche Landesbank. Das bayerische Modell bietet die Möglichkeit, künftig noch andere Eigner zu beteiligen. Für diese Dritten ist ein Anteil von unter 50 Prozent vorgesehen. Dabei schielt die Bayern LB sowohl auf Privatbanken als auch auf den Genossenschaftssektor. Als heiße Kandidaten für einen Eintritt in den LB-Gesellschafterkreis gelten die Landesbank Hessen-Thüringen, mit der die Bayern bereits intensiv kooperieren oder auch das öffentlich-rechtliche Spitzeninstitut Baden-Württembergs. Das entspricht der alten Idee einer Südschiene, bestehend aus den Landesbanken Bayerns, Hessens und Baden-Württembergs. Eine Fusion der bayerischen und hessischen Intitute war zuletzt an politischen Widerständen gescheitert. Auch ausländische Partner sind im Gespräch. Beispielsweise die französische Caisse de Dépôts, mit der die Landesbank schon zusammenarbeitet - etwa in der Vermögensverwaltung. Die Franzosen gelten als drittgrößte Bank im Nachbarland.

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