Wirtschaft : Landwirte wollen in Euro auszeichnen

BONN / BERLIN .Die Einführung des Euro am 1.Januar 1999 wird nach Auffassung des Deutschen Bauernverbandes den Agrarstandort Deutschland stärken.Das Dauerhandicap der währungsbedingten Wettbewerbsnachteile für die deutschen Landwirte werde mit der Einführung der gemeinsamen Währung weitgehend beendet, erklärte Bauern-Präsident Gerd Sonnleitner am Montag in Bonn.In Gesprächen mit dem Deutschen Bauernverband hätten sich die Unternehmen der Agrarwirtschaft darauf verständigt, möglichst schnell Rechnungsendbeträge und wichtige Preisangaben wechselkursgenau auch in Euro auszuweisen.Die Branche wolle bereits am 1.Januar 1999 mit der zusätzlichen Auszeichnung von Euro-Beträgen beginnen.

Laut Erhebung des Deutschen Bauernverbandes haben die Ost-Landwirte beim Unternehmensergebnis 1998 ein Plus von acht Prozent erreicht, wesentlich mehr als in den alten Ländern.Dennoch werde es für viele Bauern immer schwieriger, die betriebliche Rentabilität zu sichern.Der Bauernverband geht davon aus, daß 1999 bundesweit bis zu 25 000 Betriebe aufgeben.Ein Problem ostdeutscher Landwirte sei die Verteilung des Bodens.Etwa 95 Prozent der Agrarfläche in den neuen Ländern ist Pachtland.Gekennzeichnet ist die Struktur durch große Betriebe.Die Durchschnittsfläche bei den Einzelunternehmen reicht von 27 Hektar bis 84 Hektar und bei Gesellschaften bürgerlichen Rechts von 275 Hektar bis 404 Hektar.

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