Wirtschaft : Lange Tradition

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1904: Gründung einer Großhandlung für Papier- und Schreibwaren durch Carl Herlitz in Berlin.

1972: Herlitz wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt.

1977: Einführung der Herlitz-Aktie an der Berliner Wertpapierbörse.

1990: Der Produktions- und Verwaltungsstandort in Tegel geht in Betrieb .

1994: Der Konzern erwirtschaftet einen Überschuss von 46,7 Millionen Mark. Der Aktienkurs klettert auf mehr als 215 Euro.

1995: Herlitz muss hohe Verluste hinnehmen und lässt erstmals die Dividende ausfallen. Das Logistikzentrum in Falkensee geht in Betrieb.

1996: Die Herlitz AG wird zur Holding. Das operative Geschäft wird seitdem fast ausschließlich von der PBS AG beziehungsweise deren Tochterunternehmen abgewickelt.

Juli 1997: Die Mitarbeiterzahl im Konzern erreicht mit 5420 ihren Höchststand. Klaus Herlitz verlässt als letztes Familienmitglied den Vorstand.

1997: Der Verlust im Geschäftsjahr 1997 erreicht 101 Millionen Mark, bei einem Konzernumsatz von fast 1,4 Milliarden Mark. Das Russlandengagement (Volga) der Herlitz Tochter Hit ist gescheitert.

Januar 1998: Verkauf der Handelskette McPaper.

Juli 1999 Verkauf der Immobilientochter Herlitz Falkenhöh.

März 2001: Ein Bankenkonsortium übernimmt etwa 70 Prozent des Unternehmens. Die Schulden betragen schätzungsweise 700 Millionen Mark.

Dezember 2001: Der Umsatz im Geschäftsjahr 2001 ist auf 438 Millionen Euro gesunken. Der Jahresfehlbetrag erreicht 51,9 Millionen Euro.

Februar 2002: Einige Institute aus dem Bankenkonsortium wollen die Kreditlinien nicht mehr verlängern. Berlin bietet eine Landesbürgschaft.

3. April 2002: Der Vorstand von Herlitz stellt den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Der Aktienkurs fällt am folgenden Tag bis auf 0,70 Euro.

24. April 2002: Die Banken bewilligen einen Massekredit von 15 Millionen Euro zur Fortführung des Betriebs.

5. Juni 2002: Das vorläufige Insolvenzverfahren wird eröffnet. dr

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