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Lange Wartezeiten, gestrichene Flüge : Warnstreik sorgt für massive Probleme am Flughafen Hamburg

Wegen des Warnstreiks des Sicherheitspersonals ist am Flughafen Hamburg am Montagmorgen die Abfertigung zusammengebrochen. Auch in Stuttgart und Hannover wird gestreikt. Berlin ist davon so gut wie nicht betroffen.

So sah es am Morgen auf dem Flughafen in Hamburg aus.
So sah es am Morgen auf dem Flughafen in Hamburg aus.Foto: dpa

Ein Warnstreik der Sicherheitskräfte an den Flughäfen Hamburg, Hannover und Stuttgart hat am Montag zu teils massiven Behinderungen geführt. Am Flughafen Hamburg kam die Abfertigung von Passagieren nach Angaben des Betreibers am Morgen praktisch zum Erliegen. Die Wartezeit vor den Kontrollstellen liege bei mehr als vier Stunden. Aufgrund des Rückstaus hätten die Terminals "ihre Kapazitätsgrenze" erreicht, alle Eingänge seien "aus Sicherheitsgründen" geschlossen.

"Passagiere werden dringend gebeten, nicht zum Flughafen zu kommen", teilte der Flughafen Hamburg mit. Fluggäste sollten Kontakt zu ihrer Fluglinie aufnehmen. Nach Angaben des Unternehmens haben die Gesellschaften in Erwartung des für 24 Stunden angesetzten Streiks mehr als 100 An- und Abflüge gestrichen. 40.000 Passagiere sind demnach betroffen.

Lange Wartezeiten auch in Stuttgart

Auch an den anderen beiden betroffenen Flughäfen gab es Probleme. Der Flughafen Stuttgart meldete am Morgen auf seiner Internetseite Wartezeiten von eineinhalb bis zwei Stunden vor den Passagierkontrollen.

Hintergrund der Arbeitsniederlegungen ist ein Tarifstreit im Wach- und Sicherheitsgewerbe in mehreren Bundesländern. Die Gewerkschaft Verdi hat die Mitarbeiter der Flughafenkontrollen, die für private Auftragnehmer der Bundespolizei tätig sind, deshalb am Montag zu einem 24-stündigen Warnstreik zwischen 0.00 Uhr und 24.00 Uhr aufgerufen. Verdi fordert für die Sicherheitskräfte auf Flughafen je nach Standort 70 Cent bis 2,50 Euro mehr pro Stunde. Sie verdienen demnach derzeit 8,50 Euro oder rund neun Euro.

Zuletzt Streit des Sicherheitspersonals in Düsseldorf und Köln/Bonn

Auf Nachfrage teilte ein Lufthansa-Sprecher mit, dass Berlin nicht von den Auswirkungen der Streiks betroffen sei. Auf Grund der kurzen Distanz bietet die Airline von Hamburg, wo der Flugverkehr praktisch zum Erliegen kam, gar keine Flüge nach Berlin an. Ein Air-Berlin-Flug von Stuttgart nach Tegel wurde gestrichen. Ein Sprecher der Flughafengesellschaft sprach von einer "sehr geringen Einschränkung".

Anders war das bei einem Streik Ende Januar gewesen, bei dem das Sicherheitspersonal auf den Flughäfen in Düsseldorf und Köln/Bonn die Arbeit niedergelegt hatte. Damals fielen auch in Berlin-Tegel mehrere Flüge aus. (dpa/fiem)

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