Wirtschaft : Langes Leiden

-

VERLUSTE

T-Aktionäre sind an schlechte Nachrichten gewöhnt – und der Absturz am Donnerstag dürfte nicht das Ende einer langen Leidensgeschichte gewesen sein. Seitdem der Bund die dritte Tranche von T-Aktien am 19. Juni 2000 an die Börse brachte (Emissionspreis: 66,50 Euro), hat der Kurs 83 Prozent verloren. Legt man den Maßstab an das Allzeithoch (104,90 Euro am 6. März 2000), liegt das Minus der „Volksaktie“ sogar bei knapp 90 Prozent. Selbst 2005 – dem besten Börsenjahr seit langem – büßte die Telekom-Aktie mehr als 15 Prozent ein und war damit der schlechteste aller 30 Dax-Titel. Zum Vergleich: Der Dax stieg 2005 um 28 Prozent. Auch Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke brachte der Aktie kein Glück: Mit knapp elf Euro kostet das Papier etwa so viel wie bei Rickes Amtsantritt am 14. November 2002.

CHANCEN UND RISIKEN

Die Telekom-Aktie ist verglichen mit anderen Telekommunikationsaktien relativ günstig bewertet. Ein Kurs-Gewinn- Verhältnis von rund zwölf für das Jahr 2007 deutet darauf hin. Aber: Die Aktie nähert sich bedrohlich den alten Tiefständen von 2002. Charttechniker sehen erst bei 8,50 Euro einen Halt. Ein Trost für Aktionäre: Die Dividendenrendite lag zuletzt bei mehr als sechs Prozent – so viel werfen selbst Staatspapiere nicht ab. mot

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben