Wirtschaft : Lanxess baut 960 Jobs ab

Chemiekonzern will Millionen einsparen

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Berlin Der Chemiekonzern Lanxess wird bis Ende 2007 insgesamt 960 Arbeitsplätze abbauen, um das verschuldete Unternehmen wieder flott zu machen. Das kündigte Lanxess am Freitag in Leverkusen an. Außerdem haben sich Unternehmen und Betriebsrat auf die Einführung einer 35-Stunden-Woche bei 6,7 Prozent weniger Lohn und auf den Abbau von Boni für Mitarbeiter und Vorstand geeinigt. Der Stellenabbau soll ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Lanxess will durch die angekündigten Maßnahmen von 2008 an 100 Millionen Euro jährlich einsparen. Die Börse reagierte positiv: Der Kurs der Lanxess-Aktie stieg bis zum Börsenschluss um 4,2 Prozent auf 19 Euro.

Das Sparpaket war erwartet worden, ursprünglich sollten sogar 1200 Jobs wegfallen. Der Bayer-Konzern hatte das verlustreiche Chemiegeschäft Lanxess erst im Januar an die Börse gebracht. Vor allem zwei Geschäftsbereiche galten bei dem Unternehmen, das einen Jahresumsatz von rund sieben Milliarden Euro erwirtschaftet, als Problemfälle: die Kunststoffsparte und die Feinchemie.

„Jetzt steigen wir sofort in die Neuausrichtung der Geschäfte ein“, sagte Lanxess-Chef Axel Heitmann am Freitag. Ziel sei es, diese Geschäftsfelder international wettbewerbsfähig zu machen.

Von den 960 Stellen, die gestrichen werden, sollen 200 in diesem Jahr und je 400 in den beiden Folgejahren abgebaut werden. Entgegen bisheriger Ankündigungen werden mit Dormagen und dem spanischen Tarragona beide Kunststoff-Standorte erhalten bleiben. Sie werden aber kräftig abgespeckt. Durch den Umbau entstehen Lanxess nach eigenen Angaben Einmal-Kosten in Höhe von 150 Millionen Euro. Der Betriebsrat begrüßte die erzielte Lösung. Über 2007 hinaus seien Feinchemie und Kunstharze sowie die Beschäftigung gesichert.pet

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