Wirtschaft : Lasche Steuerprüfungbei Deutscher Bank

HAMBURG FRANKFURT (MAIN) (dpa).Für die De

Commerzbank erneut durchsucht HAMBURG / FRANKFURT (MAIN) (dpa).Für die Deutsche Bank gibt es nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" seit 1985 keine rechtsgültigen Steuerbescheide.Den Finanzämtern seien deshalb Einnahmen in Milliardenhöhe entgangen, heißt es in einer Vorabmeldung des Hamburger Magazins unter Berufung auf das Bonner Bundesamt für Finanzen.Danach soll die oberste Steuerbehörde des Bundes darauf gedrängt haben, daß die für die Deutsche Bank zuständigen Betriebsprüfer ausgewechselt werden.Ein Prüfer, dem Mitte 1995 das Prüfobjekt Deutsche Bank entzogen worden sei und der seitdem eine kleine Hypothekenbank betreuen müsse, wehre sich derzeit vor Gericht gegen seine Degradierung. Die Deutsche Bank rechnet nicht mit hohen Steuernachforderungen wegen ihrer Abschreibungen auf faule Länderkredite in der zweiten Hälfte der 80er Jahre.Ein Sprecher der Bank sagte gestern, zwar würden die Bilanzen vom Finanzamt seit geraumer Zeit geprüft, per Saldo dürften aber keine Steuernachzahlungen auf die Bank zukommen.Laut "Spiegel" hat der Bundesrechnungshof die Prüfpraxis bei der Bank im Zusammenhang mit Milliardenkrediten an osteuropäische und Entwicklungs- Länder kritisiert. Neben der Deutschen Bank sorgte auch die Commerzbank am Wochenende für neue Schlagzeilen.Das Geldhaus bestätigte am Sonnabend einen Bericht des "Spiegel", demzufolge Frankfurter Steuerfahnder erneut die Zentrale der Commerzbank durchsucht haben.Über die Gründe der Durchsuchung machte der Sprecher aber keine Angaben.Nach Informationen des Nachrichtenmagazins stehen die Untersuchungen im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen den früheren Vorstands- und heutigen Aufsichtsratschef Walter Seipp und zwei ehemalige Spitzenmanager, die im Verdacht stehen, Steuern hinterzogen zu haben.Hintergrund der neuen Durchsuchungen bei der Commerzbank sind laut "Spiegel" Aussagen von Zeugen, die Seipp und die beiden Mitbeschuldigten schwer belastet haben sollen.Mehrere hundert Mill.DM Steuern und Hinterziehungszinsen habe die Commerzbank bereits im vergangenen Jahr nachzahlen müssen. Auch gegen den Ex-Vorstandschef der Dresdner Bank, Wolfgang Röller, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Verdachtes der Steuerhinterziehung.Anfang September hatten die Fahnder die Privatwohnungen Röllers durchsucht und dabei umfangreiches Material beschlagnahmt.Röller solle den Behörden laut "Spiegel" inzwischen angeboten haben, zwei Mill.DM vorab an den Fiskus zu zahlen. Auch im Falle Seipp hätten die Frankfurter Steuerfahnder Privathäuser durchsucht.Bei Dabei sind nach Angaben des "Spiegel" zahlreiche Unterlagen beschlagnahmt worden.

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