Wirtschaft : Lastwagen und Busse von MAN laufen deutlich besser

Nutzfahrzeugbereich will 2004 Gewinn deutlich steigern

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München (jojo/HB). Die Nutzfahrzeug Sparte des Münchener Mischkonzerns MAN ist gut ins neue Jahr gestartet und verspricht für 2004 erneut Wachstum. Spartenchef Hakan Samuelsson sagte am Montag in München, er wolle den Gewinn „deutlich verbessern“ und den Umsatz steigern. Die Branche hatte zuletzt schwer zu kämpfen.

„Wir sind deutlich besser als im Vorjahr“, unterstrich Samuelsson. Im Vergleich zu 2003 sei der Umsatz in den ersten Monaten des Jahres um knapp sieben Prozent geklettert, der Auftragseingang legte um mehr als 13 Prozent zu. Damit schließt der schwedische Manager an die gute Entwicklung der Sparte vom vergangenen Jahr an. 2003 war der Umsatz des drittgrößten Nutzfahrzeugherstellers Europas um zwei Prozent auf rund 6,7 Milliarden Euro gestiegen, der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdoppelte sich auf 203 Millionen Euro. Samuelsson kündigte an, dass MAN dieses Jahr stärker als der Markt zulegen wolle. Er rechnet damit, dass in Europa drei bis fünf Prozent mehr Lkw verkauft werden.

Die Nutzfahrzeuge sind der mit Abstand wichtigste Bereich von MAN. Das LKW- und Busgeschäft steuert fast die Hälfte des Umsatzes von zuletzt 13,5 Milliarden Euro bei. In den vergangenen Jahren sorgte aber vor allem das Geschäft mit Bussen für hohe Verluste. Samuelsson gelang es, das Geschäft vergangenes Jahr schneller als erwartet in die schwarzen Zahlen zurückzuführen. 2003 lag der Gewinn vor Zinsen und Steuern in diesem Bereich bei fünf Millionen Euro. Im laufenden Jahr soll der Gewinn zweistellig ausfallen. Samuelsson gilt nun als Favorit für die Nachfolge von MAN-Chef Rudolf Rupprecht. Noch vor der Hauptversammlung im Juni soll eine Entscheidung fallen.

Immer wieder hatte es in den vergangenen Monaten Spekulationen gegeben, MAN könnte beim schwedischen Wettbewerber Scania einsteigen. Samuelsson betonte aber, dass es keine Verhandlungen gebe. Am Montag sank der MAN-Kurs in einem schwachen Markt um 4,23 Prozent auf rund 23,98 Euro.

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