• Laut Zwischenbericht legt das Unternehmen bei Gewinn und Umsatz zu - Nach neun Monaten Wachstum um 12 Prozent

Wirtschaft : Laut Zwischenbericht legt das Unternehmen bei Gewinn und Umsatz zu - Nach neun Monaten Wachstum um 12 Prozent

ajo

Der Zwischenbericht der DaimlerChrysler AG, Stuttgart, will dieses Mal allen gerecht werden: amerikanischen und europäischen Anlegern. Neben den Quartalszahlen, die erstmals im Vordergrund stehen, geht er auf die in Europa wichtigen Neun-Monatszahlen ein. Per Ende September konnte DaimlerChrysler im Konzern den Umsatz um zwölf Prozent auf 108,5 Milliarden Euro steigern. Im gleichen Tempo verbesserte sich das bereinigte Konzernergebnis auf 4,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis pro Aktie beträgt 4,62 Euro. Der bereinigte Operating Profit, grob gesagt das Betriebsergebnis vor Finanzergebnis und Steuern erhöhte sich um 15 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro.

Wesentlicher Bereinigungseffekt beim Operating Profit sind 1,1 Milliarden Euro Sondererträge aus dem schrittweisen Ausstieg bei der Mobilfunktochter Debitel. Inklusive erreicht der Operating Profit 8,6 Milliarden Euro (plus 26 Prozent).

Die Kerndaten des dritten Quartals selbst sind: 36,2 Milliarden Euro Umsatz (plus 15 Prozent), 1,51 Milliarden Euro bereinigtes Konzernergebnis (plus 14 Prozent). Das bereinigte Ergebnis pro Aktie beträgt damit 1,51 Euro.

Für das Gesamtjahr rechnet DaimlerChrysler weiterhin mit einem Umsatz von mindestens 146 Milliarden Euro, also mindestens einem Plus von 11 Prozent. Das Ergebnis soll prozentual stärker steigen als das Geschäftsvolumen. Finanzchef Manfred Gentz hat als Richtschnur ein bereinigtes Ergebnis pro Aktie von 6,0 bis 6,25 Euro per Aktie ausgegeben, was einen Zuwachs von mindestens 14 Prozent bedeuten würde. Realisiert werden sollen wie versprochen Synergieeffekte von 1,3 Milliarden Euro. Diese schlagen allerdings nicht zusätzlich auf das Ergebnis durch, da ihnen rund 400 Millionen Euro Verluste beim Smart, weitere Verluste bei der Adtranz, hohe Marketingaufwendungen bei Chrysler und Verluste im Lateinamerikageschäft gegenüberstehen. Klare Aussagen, wie es auf dem US-Markt im Jahr 2000 weitergehen soll, fehlen allerdings. Offensichtlich rechnet die DaimlerChrysler-Führung aber nicht mit einem deutlichen Absatzeinbruch, wie von einzelnen Analysten befürchtet. "Aufgrund der günstigen gesamtwirtschaftlichen Perspektiven in Westeuropa und den USA erwarten wir im Jahr 2000 für diese Märkte erneut ein hohes Absatznvieau bei Personenwagen und Nutzfahrzeugen", heißt es im Zwischenbericht. Chrysler trug immerhin mit 3,9 Milliarden Euro mehr als die Hälfte zum bereinigten Operating Profit in den ersten neun Monaten bei.

Deutlich zulegen konnte im dritten Quartal der Bereich Mercedes/Smart, der gegenüber dem Vorjahr den Operating Profit um 40 Prozent auf 708 Millionen Euro steigerte. Chrysler konnte im dritten Quartal den Umsatz um 19 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro steigern. Auch bei der Debis stagniert das Ergebnis - ohne die Einmaleffekte aus dem Debitelverkauf. Trotz eines Umsatzplus um 12 Prozent per Ende September liegt es mit 730 (715) Millionen Euro nur knapp über Vorjahr. Bei der Dasa erhöhte sich per Ende September der Umsatz nur um gut 5 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro. In den sonstigen Bereichen, zu denen die Dieselmotorentochter MTU, die Autoelektronikbereich Temic und die Adtranz gehören, verdirbt die Adtranz die Zahlen. Der operative Verlust stieg in den ersten neun Monaten auf 153 (-43) Millionen DM.

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