Wirtschaft : LBB-Aufsichtsrat diskutiert Kritik der Wirtschaftsprüfer

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Der Aufsichtsrat der zur Bankgesellschaft Berlin gehörenden Landesbank Berlin (LBB) ist am Donnerstag zusammengetreten, um unter anderem den Jahresabschluss 2001 zu beschließen. Wie berichtet kann die Landesbank - Dank der Riskoabschirmung für den Konzern durch das Land Berlin - eine kleinen Gewinn ausweisen. Daneben spielten die Berichte der Wirtschaftsprüfer der KPMG über die Landesbank und die zu ihr gehörende Investitionsbank Berlin (IBB) breiten Raum in der Diskussion ein. Die Prüfer bescheinigten der LBB und der IBB ein chaotisches Risikomanagement und verschiedene Verstöße gegen das Kreditwesengesetz bei der Vergabe von Krediten.

Auch die Bankgesellschaft kann nur auf Grund der Risikoabschrimung für das Jahr 2001 ein Vorsteuerergebnis von "nur" minus 59 Millionen Euro ausweisen. Ohne die Garantieübernahme hätte der Konzern einen Vorsteuerverlust von mindestens 1,363 Milliarden Euro verbuchen müssen. Im vergangenen Jahr hätten aufgelöste Rückstellungen in Höhe von 716 Millionen Euro für Fondsgarantien und von 249 Millionen Euro für Kreditrisiken bei Vorratsimmobilien die Ertragssituation entspannt, hieß es in einem Bericht der Berliner Morgenpost weiter. Zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen hätten mit 250 Millionen Euro zu Buche geschlagen. Die Risikovorsorge habe 738 Millionen (Vorjahr 1,564 Milliarden) Euro betragen. Eine Banksprecherin verwies auf die Bilanzpressekonferenz am komemnden Dienstag.

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