LBBW : Am Ende der Kapazitäten

DAS GESCHÄFTSMODELL:

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat, was andere gerne hätten: ein Privatkundengeschäft. 2005 hat sie die BW-Bank übernommen, die sich nicht nur um Privatkunden, sondern auch um mittelständische Firmenkunden kümmert. In Stuttgart, wo es keine eigene Sparkasse gibt, übernimmt sie die Aufgaben einer Sparkasse. Außer der BW-Bank hat die LBBW auch die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) und zuletzt die angeschlagene SachsenLB übernommen. Sie ist damit die mit Abstand größte deutsche Landesbank und kann sowohl mittelständische Kunden in drei Bundesländern als auch überregionale und internationale Unternehmenskunden betreuen.

DIE EIGENTÜMER:

Die Bank gehört zu rund 60 Prozent dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Stuttgart. Die übrigen Anteile halten die Sparkassenverbände Baden-Württemberg (35 Prozent) und Rheinland-Pfalz (fünf Prozent).

DIE MÖGLICHKEITEN:

Die Sparkassen dringen auf einen Zusammenschluss mit anderen Landesbanken und betonen, dass sie für alle Gespräche seien. Vor allem eine Fusion mit der BayernLB oder eine Übernahme der angeschlagenen WestLB gelten als Optionen. Doch Politik und Bankführung treten auf die Bremse. Zunächst müsse die Bank die Integration von LRP und SachsenLB abschließen, hatte LBBW-Chef Siegfried Jaschinski im Interview mit dem Tagesspiegel gesagt. „Wir können derzeit keine anderen Themen angehen. Das lassen unsere Kapazitäten nicht zu.“ Immerhin muss auch die LBBW Schätzungen zufolge rund eine Milliarde Euro Belastungen aus der Finanzkrise verdauen. stek

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