Wirtschaft : LBS-Immobilien gefestigt

BERLIN (kvo).Obwohl der Wohnimmobilienmarkt einen rückläufigen Umsatztrend verzeichnet, hat die LBS Immobilien GmbH ihr Geschäft stabilisiert.Nach eigenen Angaben ist die Gesellschaft zur Zeit marktführender Wohn-Immobilienmakler in den neuen Bundesländern.Im vergangenen Jahr vermittelte sie mit 2600 Wohneinheiten 116 Einheiten mehr als im Vorjahr.Die Kaufpreisumsätze blieben mit 533,3 Mio.DM im Vergleich zum Vorjahr (533 Mio.DM) nahezu unverändert.Auch das Courtage-Ergebnis lag mit 25,6 Mio.DM etwas niedriger als im vergangenen Jahr (26,0 Mio.DM).Ziel sei es, den Marktanteil, der zur Zeit bei 2,5 Prozent liege, zu verdreifachen, erklärte Geschäftsführer Wolfgang C.A.Lis am Mittwoch in Berlin.

"Marktrenner waren preiswerte Einfamilienhäuser", sagte Lis, der durchschnittliche Preis für ein Einfamilienhaus im Umland von Berlin habe bei 350 000 Mark gelegen.79 Prozent der Umsätze habe die Gesellschaft mit Bestandsimmobilien und Grundstücken, 21 Prozent mit Neubaumaßnahmen erzielt.Nach dem Aus der Fördergebietsabschreibung hätten, wie bereits im Vorjahr, nicht Kapitalanleger, sondern Eigenheimerwerber den Markt bestimmt.Rund 80 Prozent der Kunden kämen aus den neuen Bundesländern.Lis erklärte, er erwarte auch für das kommende Jahr weitgehend stabile Preise im Bereich der Wohnimmobilien.Für Grundstücke in gefragten Lagen würden die Preise aber langsam anziehen, im vergangenen Jahr sei es hier zu Preissteigerungen von rund drei Prozent gekommen.

Insgesamt habe sich die Wohneigentumsquote in den neuen Bundesländern von 23 Prozent 1990 auf 31 Prozent im vergangenen Jahr erhöht.Sie liegt damit immer noch erheblich unter der Quote von 42 Prozent in den alten Bundesländern (1990: 23 Prozent).Hier gebe es noch erheblichen Nachholbedarf, erklärt Lis.

Wegen der ausgelaufenen Förderungen erwartet Lis, daß in den kommenden Jahren weniger Wohnungen gebaut werden.Dazu trügen auch Unsicherheiten durch die Steuerreform und die verlängerte Spekulationsfrist bei Immobiliengeschäften bei.Die Einführung des Euro werde dazu führen, daß schärfer als bisher kalkuliert werden müsse."Das Geld geht dorthin, wo die höchste Rendite erzielt wird - das kann auch außerhalb von Deutschland sein."

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