Wirtschaft : Lebenshaltungskosten auf Rekordtief

WIESBADEN (Tsp).Die Verbraucher in Deutschland haben sich auch im Februar über stabile Preise freuen können.Der Preisindex für die Lebenshaltungskosten aller privater Haushalte stieg lediglich um 0,2 Prozent, sowohl im Vergleich zum Vorjahr, als auch im Vergleich zum Vormonat.Bereits im Januar hatte die Inflationsrate bei 0,2 Prozent gelegen.

Eine Hauptursache für die geringe Teuerungsrate war nach wie vor die niedrigen Preise für Mineralölprodukte.Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank der Heizölpreis um 17,6 Prozent, der der Kraftstoffe um durchschnittlich 4,8 Prozent.Bemerkbar machte sich auch der Preiskampf zwischen den Telekommunikationsunternehmen, die Preise ihrer Dienstleistungen sanken um 11,5 Prozent.

Tiefer in die Tasche greifen mußte der Verbraucher dagegen für Bücher (4,6 Prozent), Gemüse (4,5), Tabakwaren (4,4), Autos (1,7) und Restaurantbesuche (1,6).Die Nettokaltmieten kletterten um 0,9 Prozent, die nicht energiegebundenen Wohnnebenkosten stiegen um durchschnittlich 2,8 Prozent.Auch die Leistungen des Bildungswesen wurden binnen Jahresfrist um 4,7 Prozent teurer, was vor allem auf die Anhebung der Kindergartengebühren und die steigenden Zahlungen für Volkshochschulkurse zurückzuführen sei.

Zwischen Ost- und Westdeutschland gab es im zweiten Monat in Folge keine unterschiedliche Inflationsrate.Das extrem milde Preisklima läßt allerdings die Stimmen lauter werden, die vor einer Deflation warnen.Die Bundesbank hat zwar in ihrem letzten Monatsbericht noch einmal nachdrücklich betont, daß sie in der absehbaren Zukunft weder die Gefahr einer Inflation noch die einer Deflation sehe.Sie sagte aber auch, daß die Statistik, wegen der fehlenden Erfassung von Qualitätsveränderungen, einen Preisanstieg tendenziell überzeichnet.Die Bundesbank hatte in einer Studie einen Meßfehler von bis zu 0,75 Prozent ermittelt.Danach könnten sich die Verbraucherpreise faktisch schon im Minus bewegen.

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