Lebensmittel : Maggi: Fertignudeln bald auch wieder für Indien

Nestlé plant nach einem Lebensmittelskandal seine Maggi-Fertignudeln ab November wieder in Indien anzubieten.

Daniel Mosler
Indische Demonstranten verbrennen bei Protesten gegen Nestlé Maggi-Fertigprodukte.
Indische Demonstranten verbrennen bei Protesten gegen Nestlé Maggi-Fertigprodukte.Foto: dpa

Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé plant nach einem Lebensmittelskandal seine Maggi-Fertignudeln im November in Indien wieder in die Regele zu bringen. Ein genaues Datum für den Verkaufsstart gebe es aber noch nicht, da die endgültigen Zulassungen durch die indischen Behörden ausstehen, erklärte ein Nestlé-Sprecher am Montag. Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, die Produktion des Snacks im Oktober wieder aufzunehmen, um zum geplanten Verkaufsstart im November ausreichend Produkte vorrätig zu haben.

Erhöhte Bleikonzentrationen

Der Schweizer Lebensmittelkonzert musste im Juni diesen Jahres alle Fertigprodukte vom Markt nehmen, nachdem indische Kontrolleure in einigen Gerichten eine erhöhte Bleikonzentration nachgewiesen hatten. Die indische Regierung verklagte daraufhin Nestlé auf über 90 Millionen Euro Schadensersatz. Neben der erhöhten Bleikonzentration warfen die indischen Gerichte den Schweizern unlauteren Wettbewerb und den Vertrieb ohne Genehmigungen vor. Der Konzern musste daraufhin den Snack aus den Regalen nehmen. Ein von einem indischen Gericht beauftragter Test hatte zuletzt jedoch gezeigt, dass die Produkte sicher sei. Durch den Verkaufsstopp in Indien gingen dem Konzern im laufenden Jahr nach Einschätzung von Experten rund 185 Millionen Euro Umsatz durch die Lappen.

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