Lebensmittel : Sushi wird wahrscheinlich teuer

Nach dem Beschluss niedrigerer Fangquoten für Thunfisch befürchtet Japan einen Anstieg der Sushi-Preise. Die geringeren Einfuhren werden die Preise für Japans beliebtestes Gericht wohl steigen lassen.

Tokio - Die Reduzierung der Fangquote für den Atlantik und das Mittelmeer werde die japanischen Importe aus diesen Regionen um 2000 bis 3000 Tonnen verringern und so die Preise für Thunfisch steigen lassen. Damit wird "auf jeden Fall" auch der Preis für Sushi beeinflusst, sagte ein Sprecher der japanischen Fischereibehörde. Die Japaner verwenden den Tunfisch in großen Mengen für Sushi, in dem er roh mit Reis serviert wird, und für das ebenso beliebte Sashimi, wo er ebenfalls roh, aber ohne Reis serviert wird.

Die Internationale Kommission für den Schutz des Thunfisch im Atlantik (Iccat) hatte am Sonntag bei ihrer Tagung im kroatischen Dubrovnik die Absenkung der Fangquoten für Mittelmeer und Atlantik von 32.000 Tonnen in diesem Jahr auf 29.500 Tonnen 2007 und 25.500 Tonnen im Jahr 2010 beschlossen. Derzeit belaufen sich allein die gesamten japanischen Importe aus der Region auf rund 25.000 Tonnen. Wissenschaftlern zufolge wird derzeit dreimal mehr Tunfisch aus diesen Meeren gefischt, als für den optimalen Erhalt der Bestände notwendig wäre.

Japan, dessen 127 Millionen Einwohner große Mengen von Fisch und Meeresfrüchten verzehren, wird von Umweltschutzorganisationen immer wieder vorgeworfen, die weltweiten Fischbestände zu dezimieren. Die japanische Regierung hatte allerdings die Reduzierung der Fangquoten in Dubrovnik mitgetragen und nannte sie einen wichtigen Beginn für den Erhalt der Tunfisch-Bestände. (tso/AFP)

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