Lebensmittelkennzeichnung : Gentechnik: Neues Logo ab Herbst

Gentechnikfreie Lebensmittel mit einem schnellen Blick erkennen: Das soll künftig mithilfe einer einheitlichen Kennzeichnung auf der Verpackung möglich sein.

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Weiß auf Grün. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und das neue Logo. -Foto: dpa

Berlin - Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner (CSU) stellte das Label „Ohne Gentechnik“ am Montag in München vor. Das Logo mache es den Verbrauchern leichter, sich bewusst für Lebensmittel ohne Gentechnik zu entscheiden, sagte Aigner.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (Bund) begrüßte das einheitliche Logo. Das Siegel steigere die Wiedererkennbarkeit bei den Verbrauchern und erhöhe den Druck auf Hersteller und Händler, die mögliche Kennzeichnung endlich umfassend einzusetzen. Seit April 2008 können gentechnikfreie Lebensmittel gekennzeichnet werden. Momentan tun dies allerdings nur 20 Hersteller.

„Die großen Lebensmittelhändler müssen ihre Blockade gegen die Kennzeichnung endlich aufgeben“, forderte BUND-Vorsitzender Hubert Weiger. Der Bund kritisiert insbesondere die Discounter wie Aldi oder Lidl, die ihre Handelsmarken nicht markieren wollen. Auch würden Hersteller von den Märkten unter Druck gesetzt. Motto: Logo weg oder das Produkt kommt nicht in unsere Regale.

Eine verpflichtende Markierung von Nahrungsmitteln ist nach dem europäischem Lebensmittelkennzeichnungsgesetz nach wie vor nicht möglich. Deshalb ist es für den Verbraucher oft nicht nachvollziehbar, ob tierische Produkte wie Milch, Eier oder Fleisch von Tieren stammen, die gentechnisch verändertes Futtermittel bekommen haben. Auch auf Spuren gentechnisch veränderter Bestandteile muss nicht hingewiesen werden.

Die ersten Lebensmittel mit der freiwilligen Kennzeichnung sollen ab Herbst in die Läden kommen.bho

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