Wirtschaft : Leipzig spielt gegen Köln

Fachmesse Games Convention will weitermachen

Berlin - In Deutschland wird es künftig zwei Computerspielemessen geben. Die Messe Leipzig, Veranstalter der gerade zu Ende gegangenen Games Convention, will an Europas größter Fachmesse auch im kommenden Jahr festhalten, wie sie am Sonntag ankündigte. Das kann man als Kampfansage an den Messeplatz Köln verstehen: Denn nach dem Willen des Branchenverbandes BIU (Bundesverband interaktive Unterhaltungssoftware) soll die Veranstaltung von 2009 an als Games Com am Rhein stattfinden.

Die Leipziger sehen es sportlich. „Es wird eine Wettbewerbsmesse geben“, sagte Sprecherin Heike Fischer auf Anfrage. Die große Mehrheit der Branche und der Besucher habe in Umfragen für die Beibehaltung votiert. 82 Prozent der befragten Endverbraucher und 68 Prozent der 14 600 Fachbesucher hätten sich dafür ausgesprochen. Seit Donnerstag waren nach Angaben der Veranstalter rund 203 000 Menschen zur europäischen Leitmesse für digitale Unterhaltung gekommen. Knapp 550 Aussteller hatten dort ihre Produkte vorgestellt – so viele wie nie zuvor.

Ob die Leipziger Games Convention künftig kleiner werde, sei noch nicht absehbar, sagte Fischer, die Gespräche liefen noch. „Wir hoffen natürlich, dass die Messe ihre Bedeutung behält.“

Der BIU, der zwölf große Hersteller vertritt, war nach Angaben der Messe Leipzig seit 2002 ideeller Träger der Veranstaltung. Nach Auslaufen des Vertrages werde der Verband künftig die Messe Köln unterstützen. Die Leipziger planen die nächste Computerspielemesse vom 19. bis 23. August 2009, die Kölner Konkurrenten treten im September an. pet

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