Wirtschaft : Leipziger Messe weiter mit Verlust

LEIPZIG (ms). Die Leipziger Messe GmbH hat im vergangenen Jahr bei Umsatz und Gewinn nur knapp das Vorjahresergebnis erreicht, konnte jedoch bei den Besucherzahlen deutlich zulegen. Wie die Geschäftsführung auf der Bilanzpressekonferenz deutlich machte, sei "bei sehr konservativer Planung" auch für das laufende Jahr eine weitere Konsolidierung zu erwarten. Der Umsatz im Konzern erreichte 1998 129,2 Mill. DM (1997: 130,4 Mill.) der Verlust belief sich auf 12,9 Mill. DM, allerdings fast ausschließlich durch einen Verlustvortrag bedingt. Dennoch werden die Gesellschafter Leipzig und Sachsen auch in diesem Jahr rund 30 Mill. DM zuschießen müssen, um das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auszugleichen.

Als Besucherzahl nannte die Messe 1,038 Millionen (0,909 Mill.), wobei der Anteil ausländischer Gäste besonders stark angewachsen sei. Das Jahr 1998 sei "turbulent, aber mit wichtigen Weichenstellungen" verlaufen, die nunmehr Anlaß zu Optimismus geben, sagte der scheidende Messechef Wolfgang Bildstein, der im Zusammenhang mit dem Amtsantritt des neuen Vorstandschef Werner Dornscheidt im September geht. Von der lange versprochenen neuen Strategie und der Überprüfung aller bisherigen Messen ist bisher noch nicht viel veröffentlicht worden: So werde es mehr Gastveranstaltungen geben, aus der "Euromed" werde eine "Pflegemesse", die Umweltmesse "Terratec" soll eine Energiemesse hervorbringen. Für die Gesellschafter stehe aber außer Frage, daß die Leipziger Messe, die sich selbst jetzt als Nummer acht in Deutschland sieht, noch auf Jahre rote Zahlen schreiben werde. Ungeachtet dessen bleibe die Messe für die Region ein deutlicher Gewinn, hob Bildstein hervor.

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