Wirtschaft : Leiser schließt jede vierte Filiale

Berlin - Ein Viertel der bundesweit 130 Filialen der insolventen Schuhhandelskette Leiser und ihrer Schwesterfirma Schuhhof werden geschlossen. Das sieht ein Restrukturierungsplan vor, den der Eigentümer, die Augsburger Bahner- Gruppe, verabschiedet hat. Von den Maßnahmen seien rund 290 Vollzeitkräfte betroffen, teilte Bahner am Dienstag mit. In Berlin werden 75 Vollzeitkräfte entlassen; drei Leiser-Filialen (zwei in den Gropius-Passagen, eine im Marzahner Eastgate-Center) und zwei Schuhhof-Läden (Ring- und Linden-Center) werden geschlossen. In Berlin und Potsdam gibt es aktuell 21 Leiser- und elf Schuhhof-Läden mit insgesamt 400 Beschäftigten.

Grundlage der Sanierung des Unternehmens mit insgesamt 1400 Mitarbeitern ist die Eröffnung eines Planinsolvenzverfahrens, das am Dienstag vom Amtsgericht Augsburg beschlossen wurde. Es wird von der Geschäftsführung in Eigenverwaltung durchgeführt. Leiser hatte sich im April mit Lieferanten und Banken geeinigt, den Betrieb durch Übergangskredite von 15 Millionen Euro aufrechtzuerhalten. Bahner-Geschäftsführer Steffen Liebich hatte unlängst versichert, es würden so wenige Filialen wie möglich geschlossen. „Die Restrukturierung der Gruppe ist alternativlos“, teilte die Bahner-Gruppe nun mit. Ohne deren Durchsetzung sei das Unternehmen aufgrund seiner „operativen Unprofitabilität und fehlenden Wettbewerbsfähigkeit nicht überlebensfähig“. mot

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