Wirtschaft : Leo Kirch

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Er ist kein Manager, sondern Unternehmer. Sein Unternehmen steckte ständig in Geldnöten, Beteiligungen und Finanzverflechtungen im Medienhaus Kirch waren für Außenstehende längst zu einem kaum entwirrbaren Knäuel geworden. Deshalb aber hielt es kaum jemand für möglich, dass der Herr von Kirch Media, von Sat 1 und Pro 7, der Eigentümer des Großteils der Formel 1, der Herr über die Senderechte von Tausenden von Filmen, Sportereignissen und Fußballspielen, wirklich pleite gehen könnte. Und doch passierte es. Ausgerechnet der SpringerVerlag, an dem sich Kirch ein Vierzig-Prozent-Paket gesichert hatte, war der Auslöser für die letzte Krise des Hauses Kirch. Springer erzwang die Insolvenz, weil der Verlag eine Option zum Verkauf von Pro 7- und Sat 1-Anteilen zog. Danach hätte Kirch über 700 Millionen Euro zahlen müssen. Die aber hatte der fast blinde 77-jährige Firmenpatriarch nicht mehr.

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