Wirtschaft : Letzte Hoffnung für Fairchild Dornier Gespräche mit sibirischem Investor

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München (nad). Der insolvente Flugzeugbauer Fairchild Dornier macht sich wenig Hoffnungen, dass ein russischer Investor das Regionaljetprogramm 728/928 übernimmt. Die Gespräche mit einem sibirischen Aluminiumhersteller seien erst im Anfangsstadium, sagte Geschäftsführer Thomas Brandt am Donnerstag nach einer Betriebsversammlung auf dem Firmengelände in Oberpfaffenhofen. „Wir müssen erst sehen, ob aus dem Pflänzlein ein Baum wird“, sagte Brandt. Mit den Flugzeugbauern Tupolew und Suchoi, die zuvor als Partner gehandelt worden waren, verhandelt Dornier dagegen nicht. Die sibirische Firma ist für Fairchild der letzte Strohhalm: Der kanadische Weltmarktführer Bombardier und die italienische Alenia hatten sich bereits gegen eine Übernahme des 728-Jetprogramms entschieden. Bei Fairchild Dornier drohen mindestens 1800 Arbeitsplätze wegzufallen. An der Betriebsversammlung nahmen mehr als 1000 Beschäftigte teil. Auf einem Demonstrationszug forderten sie die bayerische Staatsregierung und den Bund auf, zu ihren Zusagen zu stehen und den Standort Oberpfaffenhofen nach der Pleite zu unterstützen. Das Insolvenzverfahren war im Juli eröffnet worden.

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