Wirtschaft : Leuna drückt den Gewinn von Elf Aquitaine

Reingewinn schrumpfte um fast 20 Prozent auf 1,67 Mrd.DM PARIS (rtr).Belastungen durch die ostdeutsche Raffinerie in Leuna haben beim französischen Mineralölkonzern Elf Aquitaine im vergangenen Jahr zu einem starken Ergebnisrückgang geführt.Der Reingewinn sei 1997 um fast 20 Prozent auf 5,6 Mrd.Franc (1,67 Mrd.DM) geschrumpft, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Paris mit.Abschreibungen in Leuna hätten den Gewinn um 5,4 Mrd.Franc gedrückt.Ohne diese Belastung habe der Konzern ein Rekordergebnis verbucht.Die Elf-Aktie gewann an der Börse in Paris über 3,5 Prozent an Wert.Nach einer umfassenden Prüfung zu Beginn des vergangenen Jahres sei der Wert der Leuna-Raffinerie auf elf Mrd.von zuvor 16 Mrd.Franc herabgesetzt worden, erklärte Elf.Die einmalige Korrektur werde die Abschreibungskosten ab 1998 um jährlich 300 Mill.Franc verringern.Elf steigerte 1997 den Umsatz den Angaben zufolge auf 254,3 Mrd.Franc von 232,7 Mrd.Franc im Vorjahr.Der Betriebsgewinn vor Sonderposten erhöhte sich vor allem wegen einer äußerst positiven Entwicklung im Raffineriegeschäft auf 25,4 (22,3) Mrd.Franc.Der Reingewinn vor außerordentlichen Belastungen erreichte mit 10,18 (7,52) Mrd.Franc den bisher höchsten Wert.Die Dividende soll um sieben Prozent auf 15 Franc je Aktie angehoben werden.Firmenchef Philippe Jaffre sagte, die Wirtschaftskrise in Asien habe keine Auswirkungen auf den Konzern.Elf realisiere nur sechs Prozent des Gesamtumsatzes in der von der Krise getroffenen Region.Das Unternehmen halte allerdings an seinem Ziel fest, diesen Anteil in den kommenden vier Jahren auf zehn Prozent auszubauen.Die Elf-Aktie reagierte an der Börse in Paris mit einem Kurssprung.Das Papier hatte zuletzt unter den niedrigen Ölpreisen gelitten.

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