Wirtschaft : Leuna sorgt wieder für Schlagzeilen

MÜNCHEN (AFP).Der französische Konzern Elf Aquitaine hat einem Bericht des Magazins "Focus" zufolge im Streit um den Verkauf seiner Anteile an der Leuna-Raffinerie von der Bundesrepublik unberechtigt 360 Mill.DM Schadenersatz erhalten.Der Mineralölkonzern habe diese Summe von der Bundesanstalt für vereinigungsbedingte Sonderaufgaben (BvS) im Rahmen eines Vergleichs bekommen.Die Treuhand als BvS-Vorgängerin hatte Elf Unterstützung beim Verkauf von deren 33prozentigen Anteil an der Raffinerie Leuna 2000 zugesagt.Nachdem der geplante Verkauf nicht zustanden kam, wollte Elf die Anteile an die BvS verkaufen, was diese aber ablehnte.Bei dem Ende Januar geschlossenen Vergleich verpflichtete sich die BvS zu Schadenersatzzahlungen in ungenannter Höhe, während Elf den Leuna-Anteil behielt.Dem "Focus"-Bericht zufolge hatte Elf jedoch gar nicht die Absicht, die Anteile zu verkaufen. Dem Bericht zufolge bemühte sich seit Oktober 1997 ein Konsortium unter Führung des russischen Ölkonzerns Rosneft um den Erwerb des Leuna-Anteils.Elf Aquitaine habe das Konsortium jedoch darüber informiert, daß es einen Verkauf nicht anstrebe.

Mehr lesen? Jetzt gratis E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben