Wirtschaft : Lexikon: Ad-hoc-Mitteilung

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Börsennotierte Unternehmen müssen neue Tatsachen, die ihren Aktienkurs beeinflussen können, laut Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) unverzüglich der Öffentlichkeit mitteilen. Dazu zählen etwa unerwartete Risiken in der Produktion, wie bei Bayer der Rückzug eines Medikamentes wegen gefährlicher Nebenwirkungen. Dies hat Auswirkungen auf die Finanzlage sowie den allgemeinen Geschäftsverlauf des Unternehmens und wirkt somit auch auf den Kurs der Aktie. Bevor die Ad-hoc-Mitteilung veröffentlicht wird, muss das Unternehmen die Börse und das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel informieren. Um Insidergeschäfte zu verhindern, kann die Aktie dann gegebenfalls vom Handel ausgesetzt werden. Private Anleger müssen nicht direkt informiert werden. Sie haben aber im Internet ( www.exchange.de ) Zugriff auf alle Ad-hoc-Mitteilungen.

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