Wirtschaft : Lexikon: Agenda 2000

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In der Agenda 2000 wird die Finanzplanung der EU für die Jahre 2000 bis 2006 festgeschrieben. Auch die Ausgaben für die Gemeinsame Agrarpolitik der Union sind hierin festgelegt. Beschlossen wurde die Agenda auf dem Berliner EU-Gipfel im März 1999. Ein Kernpunkt dieser Agrarpolitik sieht vor, dass jedes EU-Land auf einen Teil der Direktzahlungen an größere landwirtschaftliche Betriebe verzichten und mit Hilfe der eingesparten Gelder Programme für den Umweltschutz oder den ländlichen Raum fördern kann. Von dieser Option wird aber nicht überall Gebrauch gemacht. Darum entfallen nach wie vor 90 Prozent der EU-Fördergelder, rund 39 von 43 Milliarden Euro, auf die klassischen Agrarausgaben, mit denen der Staat die Bauern unterstützt. Nur zehn Prozent kommen der Entwicklung im ländlichen Raum zu Gute - der so genannten zweite Säule der Agrarwirtschaft.

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