Wirtschaft : Lexikon: Feindliche Übernahme

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Feindliche Übernahme - So nennt man den Erwerb der Kapitalmehrheit an einem Unternehmen, ohne dass dessen Vorstand, Aufsichtsrat und Belegschaft informiert oder um Zustimmung gebeten wurden. Der Kaufinteressent versucht zuerst, durch den verdeckten Ankauf von Anteilen ein größeres Aktienpaket aufzubauen. Ist das Paket groß genug, unterbreitet er den verbliebenen Aktionären ein öffentliches Übernahmeangebot. Feindliche Übernahmen werden oft durchgeführt, wenn eine Aktiengesellschaft an der Börse unterbewertet ist. Seine stillen Reserven werden dann zur Finanzierung der Operation verwendet. In den USA ist die feindliche Übernahme eine verbreitete, hierzulande eine eher unübliche Praxis.

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