Wirtschaft : Lexikon: Kündigungsschutz

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Wer länger als sechs Monate ohne Pause für ein Unternehmen arbeitet, genießt in Deutschland Kündigungsschutz - es sei denn, in seinem Betrieb sind weniger als fünf Beschäftigte tätig. Der Arbeitgeber muss danach eine Kündigungsfrist einhalten. Wie lang diese ist, hängt von der Betriebszugehörigkeit ab und kann von einem bis zu sieben Monaten reichen. Das Gesetz schreibt indes nur Mindestbedingungen vor, im Tarifvertrag können Unternehmen und Gewerkschaften deutlich längere Fristen vereinbaren. Ob ein Unternehmer einen Beschäftigten vor die Tür setzen kann, hängt auch von der Begründung der Kündigung ab. Ursache des Rauswurfs kann in der Person des Mitarbeiters liegen, zum Beispiel mangelnde Eignung, sein Verhalten oder die Situation des Betriebs. Dennoch muss eine Kündigung sozial gerechtfertigt sein. Das ist sie, wenn eine Umschulung oder Fortbildung des Arbeitnehmers unmöglich ist und er an keinem anderen Arbeitsplatz im Betrieb beschäftigt werden kann. Kaum gekündigt werden kann Schwangeren, Frauen im Mutterschutz, Erziehungsurlaubern, Wehr- und Zivildienstleistenden sowie Betriebsräten.

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