LEXIKON : LEXIKON

CLOUD-COMPUTING

Das Bild der Wolke (englisch: Cloud) zeichneten Computerexperten früher, wenn sie auf schematischen Darstellungen die unbekannte/unwichtige Außenwelt darstellen wollten, mit der ein Rechner verkabelt ist. Heute steht die Computerwolke für die flexible Bereitstellung von Rechnerleistung, Entwicklungsplattformen oder Software in Echtzeit, meist über das Internet. Der Nutzer erhält nur, was er anfordert und bezahlt nur, was er bekommt. Ursprünglich entwickelten diese Idee Betreiber großer Rechenzentren, die ihre Kapazitäten besser auslasten wollten. Eine exakte Abgrenzung, was Cloud-Computing ist, gibt es allerdings nicht. Vor allem gab es eine Reihe von Diensten, die heute dazugerechnet werden, schon bevor der Begriff Cloud-Computing entstand. Viele Privatleute nutzen bereits seit langem Cloud-Dienste – zum Beispiel webbasierte E-Mail-, Foto- oder Videoangebote. Die Vorteile: Diese Daten können mit verschiedenen Geräten abgerufen und mit Freunden geteilt werden. Und sie sind auch dann noch vorhanden, wenn Festplatte oder Handy verloren oder kaputt gegangen sind.

DENIAL OF SERVICE

Cloud-Computing funktioniert nur, wenn die Daten oder Dienste, die bereitgestellt werden sollen, auch immer verfügbar sind. Eine mögliche Gefahr für die permanente Verfügbarkeit sind zum Beispiel Denial-of-Service-Attacken. Dabei schicken Angreifer eine große Zahl von Anfragen an einen Server und zwar mehr, als dieser bearbeiten kann. In Folge der Überlastung stellt der Server die Bearbeitung ein oder beantwortet reguläre Anfragen so langsam, dass diese abgebrochen werden.

GERMAN CLOUD

In Deutschland diskutieren Wirtschaft und Politik darüber, ob es so etwas wie eine German Cloud geben sollte – also ein Angebot, für das die strengen deutschen Datenschutzregeln gelten. Damit wäre eine German Cloud so etwas wie ein Qualitätsversprechen in Sachen Datenschutz. Diskutiert wird dies im Geschäftsumfeld vor allem vor dem Hintergrund, dass etwa in den USA kein vergleichbarer Mindeststandard für den Datenschutz gilt. Viele Unternehmen und Privatleute stören sich dabei an den besonderen Rechten der US-Behörden: Der USA Patriot Act, 2001 verabschiedet, gestattet den US-Behörden zur Terrorabwehr den Zugriff auf alle Daten, die bei amerikanischen IT-Dienstleistern oder Telefongesellschaften gespeichert sind.

CEBIT

Die weltgrößte Computermesse Cebit findet in diesem Jahr vom 6. bis 10. März statt. Die Veranstalter erwarten mehr als 4200 Unternehmen und Verbände aus 70 Ländern zur Leistungsschau der IT-Branche in Hannover. Die Deutsche Messe hofft, dass mehr Besucher kommen als im Vorjahr – 2010 waren es 339 000. Eröffnet wird die Cebit am 5. März unter anderem von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem Google-Verwaltungsratschef Eric Schmidt und der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff. Brasilien ist in diesem Jahr Partnerland der Messe. vis

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