Wirtschaft : Lexikon: Ortsnetzmonopol

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Der Telekommunikationsmarkt ist seit 1998 liberalisiert. Im Prinzip steht auch das Ortsnetz jedem Anbieter offen. Hier geht es um die letzen Meter Kupferkabel von den Hauptverteilern bis zum Anschluss beim Endverbraucher, um die "letzte Meile". Die Deutsche Telekom, die ihre Leitungen als ehemaliger Monopolist in fast alle deutschen Haushalte verlegt hat, muss diese an die Wettbewerber vermieten. Strittig ist der Mietpreis. Die Regulierungsbehörde hat ihn auf 24,40 Mark im Monat festgelegt - zu hoch, sagen die Wettbewerber. Die müssen zusätzlich in eigene Netze investieren, wenn sie die Anschlüsse übernehmen wollen. Das von Debitel geforderte Modell sieht anders aus: Debitel will - mit geringerem Aufwand - nicht die blanke Leitung mieten, sondern als Großkunde komplette Produkte von der Telekom ein- und an eigene Kunden weiterverkaufen.

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