Wirtschaft : Lexikon: Vier-Tage-Woche

alf

Die Zusammenhänge aus dem Jahr 1993 sind schnell erklärt: VW steckte nach dem Vereinigungsboom in der Krise und machte einen Milliardenverlust. Daraufhin gab die Konzernführung den sechs deutschen Fabriken die Vorgabe, in den folgenden fünf Jahren die Produktivität um gut 50 Prozent zu erhöhen. Mit der Folge, dass 30 000 Arbeitsplätze überflüssig würden. Um das zu verhindern, verständigten sich Unternehmen und IG Metall auf die Vier-Tage-Woche für rund 100 000 Mitarbeiter. Von damals 36 Wochenstunden sank die Arbeitszeit auf 28,8 Stunden, gleichzeitig verzichteten die Beschäftigten auf gut zehn Prozent ihres Jahreseinkommens. Nach Angaben von VW spart der Konzern dadurch rund 1,7 Milliarden Mark im Jahr.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben