Wirtschaft : Liberaliesierung des deutschen Energiemarktes

Im April 1998 ist der deutsche Energiemarkt liberalisiert worden.Ähnlich wie in der Telekommunikation sind die Stromversorger seitdem verpflichtet, ihre Netze für die Durchleitung von Strom anderer Anbieter zu öffnen.Theoretisch können sich selbst Privatleute ihren Stromlieferanten nun frei wählen.Die Höhe der Durchleitungsgebühren legen die Verbände der Energiewirtschaft in der sogenannten Verbändevereinbarung selbst fest.Deutschland ist damit der europäischen Marktöffnung um einiges voraus: Nach der EU-Binnenmarkt-Richtlinie müssen die anderen Mitgliedstaaten ihren Markt erst ab dem Februar 2000 schrittweise öffnen: Zunächst sollen auch nur große industrielle Verbraucher die freie Wahl des Anbieters haben.Eine Liberalisierung der Gaswirtschaft ist nach dem Vorbild der Stromwirtschaft ebenfalls europaweit in Planung.Welche Erfahrungen hat der Vorreiter Deutschland mit dem freien Energiemarkt gemacht? Wie wirkt sich der Wettbewerb vor Ort und in der Praxis aus? Der Tagesspiegel zieht zum Jahreswechsel eine erste Zwischenbilanz.

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