Wirtschaft : Linde bricht der Gewinn weg Mischkonzern zahlt Millionen

für Umbau und Personalkürzungen

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Berlin (akz). Der LindeKonzern hat im dritten Quartal einen drastischen Gewinneinbruch verzeichnet. Wie der Gase- und Anlagenspezialisten am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, sank der Jahresüberschuss von 51 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 23 Millionen Euro – das war ein Rückgang um rund 55 Prozent. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostensenkung greifen jedoch bereits. Im operativen Geschäft stieg das Ergebnis um 14,9 Prozent auf 177 Millionen Euro. „Wir sind auf dem richtigen Weg und werden das Tempo weiter forcieren“, sagte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Reitzle.

Linde stellt Kühlschränke her, produziert Industriegase, baut Gabelstapler und Großanlagen. Reitzle kündigte Zukäufe an, um sein internationales Geschäft auszubauen. In diesem Jahr sollen der Umsatz und das operative Ergebnis verbessert werden. Reitzle gab weitere Pläne für einen Personal- und Kapazitätsabbau bekannt. Dafür seien allein im dritten Quartal 70 Millionen Euro zurückgestellt worden, die den Gewinn belastet hätten, hieß es. Im Zuge des verschärften Umbau- und Sparkurses und der Ausgaben dafür entfallen 50 Millionen Euro auf den Bereich Gabelstapler, wo der Konzern 250 zusätzliche Stellen streicht. Weitere 20 Millionen Euro betreffen den größten Unternehmensbereich Gas sowie die Konzernzentrale in Wiesbaden. Dort fallen zusammen 250 Jobs weg. Bereits 2002 hatte Linde angekündigt, bis zu 1350 Stellen streichen zu wollen.

Der Umsatz stieg im dritten Quartal um 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 2,178 Milliarden Euro. Ein Grund für den optimistischen Ausblick für das Gesamtjahr ist die positive Entwicklung der Auftragseingänge. Die Zunahme der Bestellungen hat sich im dritten Quartal deutlich beschleunigt. So stiegen die Auftragseingänge von Juli bis September um fünf Prozent zum Vorjahr auf 2,42 Milliarden Euro.

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