Wirtschaft : Linde reizt Wolfgang Reitzle

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Der Ford-Manager Wolfgang Reitzle wird Anfang 2003 neuer Vorstandsvorsitzender des Wiesbadener Mischkonzerns Linde. Am 10. Mai wird er bereits Mitglied des Linde-Vorstands, um sich auf seine neue Aufgabe vorzubereiten. Linde suchte lange erfolglos einen neuen Chef. Der amtierende Vorstandsvorsitzende, Gerhard Full, wollte sich schon im letzten Frühjahr zurückziehen, musste jedoch mangels Nachfolger bleiben. In der Branche wird die Bestellung Reitzles mit Überraschung zur Kenntnis genommen. Linde produziert Industriegase, Gabelstapler und Anlagen für die Kältetechnik und gilt als langweiliges Investment unter Anlegern. Reitzle dagegen verkörpert den dynamischen Automanager mit Sinn für das Besondere. Bei Ford verantwortet er das Luxussegment mit den Marken Jaguar, Land-Rover und Volvo. Bei seinem früheren Arbeitgeber BMW war er sogar als möglicher Vorstandschef gehandelt worden. Reitzles Nachfolger wird der bisherige Madza-Chef Mark Fields.

Der 53-jährige wird nach seinem Wechsel zu Linde weiter für Ford aktiv sein. "Ich freue mich, der Ford Motor Company und Bill Ford persönlich weiterhin über einen Beratervertrag verbunden zu bleiben", kommentierte Reitzle seinen Wechsel selbst. Damit dürften auch Spekulationen aus der Welt sein, Reitzle habe sich mit dem neuen starken Mann bei dem US-Autokonzern, Bill Ford, überworfen. Hauptgrund für den Wechsel zu Linde, so wird spekuliert, dürfte seine Frau Nina Ruge sein. Die arbeitet nämlich für das ZDF mit Sitz in Mainz.

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