Wirtschaft : Lob für die Haushaltspolitik der deutschen Regierung

Die Weltwirtschaft wird in den kommenden beiden Jahren von einem hohen Wachstum getragen. Diese Prognose veröffentlichte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris. Die OECD warnte jedoch vor einer harten Landung der Wirtschaft in den USA, wo bis 2001 ein sinkendes Wachstum bei steigender Inflation erwartet werden. Deutschland wird in den kommenden Jahren von dem allgemeinen Aufschwung profitieren. Die OECD lobte die ehrgeizige Haushaltspolitik der Regierung, kritisierte jedoch die starre Arbeitsmarktpolitik in Deutschland.

Für ihre 29 Mitgliedsstaaten korrigierte die OECD die Wachstumsprognosen gegenüber dem Frühjahr deutlich nach oben. Für das Jahr 2000 wird nun eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,9 Prozent erwartet, für 2001 um 2,6 Prozent. Für das laufende Jahr werden 2,8 Prozent errechnet, 0,6 Prozentpunkte mehr als in der Mai-Prognose. Für Deutschland sieht die OECD in den kommenden zwei Jahren ein deutliches Wachstum voraus, im Jahr 2000 um 2,3 Prozent und 2001 um 2,5 Prozent. Für das laufende Jahr wird nur mit einem mäßigen Zuwachs von 1,3 Prozent gerechnet. Nach Ansicht der OECD sind dafür vor allem die schwache Binnennachfrage sowie Probleme in den Exportmärkten verantwortlich.

Die OECD begrüßte die "ehrgeizige" Haushaltskonsolidierung der Bundesregierung, warnte jedoch vor fortbestehenden Risiken und forderte eine durchgreifende Strukturreform des Arbeitsmarktes. Eine Senkung der Arbeitslosenquoten sei nur mit einem dynamischen Arbeitsmarkt möglich. Bis 2001 prognostiziert die Organisation einen Rückgang der Arbeitslosenquote um 0,7 Prozentpunkte auf 8,3 Prozent.

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