Wirtschaft : Lobster auf Erfolgskurs

BERLIN (mot).Das Berliner Technologieunternehmen Lobster ist mit Umsatzzuwächsen ins neue Geschäftsjahr gestartet.Wie der Vorstand anläßlich der ersten Hauptversammlung des börsennotierten Unternehmens am Mittwoch in Berlin sagte, wird die Lobster Technology Holding im laufenden Geschäftsjahr (30.Juni) bei einem Umsatz von rund 42 Mill.DM erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis vorweisen.Die Tochter Mention Software GmbH habe den Break-even erreicht und werde einen positiven Beitrag zum Umsatz der Holding beitragen, so Lobster-Vorstandschef Alexander von Troschke.Mention erwirschaftete nach 800 Mill.DM Umsatz im vierten Quartal 1998 in den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres 1,5 Mill.DM Umsatz, im Folgequartal 1,8 Mill.DM.Auch für die Tochter Lobster Computer Concept GmbH werde ein Umsatzplus von 50 Prozent erwartet, so Lobster-Finanzvorstand Matthias Woppmann.Im ersten und zweiten Quartal wurden 5,9 beziehungsweise fünf Mill.DM Umsatz erzielt.Das Ziel der gesamten Lobster-Holding, im kommenden Jahr die Umsatzschwelle von 100 Mill.DM zu nehmen, sei realistisch.Ende November 1998 beschäftigte Lobster 115 Mitarbeiter.Ende diesen Jahres sollen es rund 200 sein.

Als wegweisend für die Zukunft des Unternehmens beschrieb der Vorstand das Ende 1998 gegründete Joint-venture Lxco Technologies AG mit dem US-Unternehmen Mylex.Mylex ist nach eigenen Angaben Marktführer im Bereich Network Atached Storage, der in Netzwerken gesteuerten Datenverwaltung in Massenspeichern.Lxco Technologies mit Sitz in Berlin will nach den Worten von Troschkes noch im laufenden Jahr Produkte auf den Markt bringen und in die Massenfertigung einsteigen.Interessant sei die angebotene Technologie sowohl für Bürogemeinschaften, die ihre Netzwerke unabhängig von Betriebssystemen gestalten wollten, als auch für die Industrie, die große Datenmengen verwalte.

Die Hauptversammlung beschloß am Mittwoch die Einführung von Lobster-Stückaktien.Darüber hinaus wurde ein Optionsplan für die Mitarbeiter verabschiedet.Auf Kritik der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz stieß das Vorhaben der Holding, sich die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung durch Ausgabe neuer Inhaberaktien ohne Bezugsrecht für die Altaktionäre einräumen zu lassen.Lobster müsse sich finanziellen Spielraum für Akquisitionen, etwa in der Entwicklung, schaffen, begründete Woppmann die Maßnahme.

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