Wirtschaft : Lobster: Das Unternehmen verdreifacht Verlust

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Der Name Lobster Technology Holding AG könnte in den kommenden Monaten vom Kurszettel des Neuen Marktes verschwinden. Allerdings geht Thomas Strobl, Alleinvorstand des Berliner Unternehmens, davon aus, dass es wirklich nur der Name und nicht das Unternehmen sein wird. Mit einem neuen Namen will Strobl auch die neue Struktur und Ausrichtung des Unternehmens verdeutlichen. Seit einer Gewinnwarnung im Februar diesen Jahres und dem Ausscheiden des alten Vorstands, sei das Unternehmen wesentlich schlanker und effizienter geworden, sagt Strobl. Zwei Tochterfirmen wurden verkauft, der Verkauf von Novotec ist in Vorbereitung. Bleiben sollen nur die beiden Firmen Lobster Computer Concept und Addit Datensysteme, die im Kerngeschäft der Datenspeicherung und -sicherung tätig sind. Im vergangenen Geschäftsjahr (30. Juni) setzte Lobster 29,8 Millionen Mark um und steigerte den Verlust um 246 Prozent von 3,7 Millionen Mark auf 12,9 Millionen Mark. Im laufenden Geschäftsjahr will Lobster 30,7 Millionen Mark umsetzen und dabei in der zweiten Jaheshälfte die Gewinnschwelle überschreiten. Für das Gesamtjahr 2000/2001 erwartet Lobster jedoch noch einen Verlust von 2,8 Millionen Mark. Strobl gibt zu, dass Lobster ein riskantes Unternehmen sei, "das hier und da mal auf der Kippe stand".

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